Debatte um Trump-Xi-Gipfel: Treffen möglicherweise verschoben - Handelsgespräche laufen
Eine kontroverse Debatte über eine mögliche Verschiebung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping überschattet derzeit die laufenden Handelsgespräche zwischen beiden Nationen. US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt und Finanzminister Scott Bessent bekräftigten öffentlich, dass das angepeilte Aufeinandertreffen in zwei Wochen auf einen späteren Zeitpunkt fallen könnte. Dabei widerspricht Finanzminister Bessent zugleich der Darstellung von US-Präsident Donald Trump selbst, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Widersprüchliche Aussagen aus Washington
Am Sonntag hatte Trump in einem Interview mit der Financial Times in Aussicht gestellt, das geplante Treffen mit Xi zu verschieben. Einen konkreten Alternativtermin nannte er dabei nicht. Der US-Präsident verknüpfte diese Nachricht damit, dass er gerne die Unterstützung Pekings bei der Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus sehen wolle – und dies noch vor dem angepeilten Gipfeltreffen. „Wir würden es gerne vorher wissen“, sagte Trump mit Blick darauf, dass zwei Wochen eine lange Zeit seien.
Finanzminister Scott Bessent widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich: „Sollte das Treffen aus irgendeinem Grund verschoben werden, liegt das an logistischen Gründen“, erklärte er im Gespräch mit dem US-Sender CNBC. Zudem könnten Auslandsreisen in der aktuellen geopolitischen Lage „möglicherweise nicht optimal“ sein. Regierungssprecherin Karoline Leavitt betonte lediglich, dass Präsident Trump sich auf das Treffen freue – gleichzeitig räumte sie ein, dass der Besuch sich tatsächlich verschieben könnte.
Annäherungen bei Handelsgesprächen in Paris
Parallel zu dieser diplomatischen Verwirrung zeigen sich bei den bilateralen Handelsgesprächen in Paris erste Fortschritte. Nach chinesischen Angaben erzielten beide Seiten dort erste Annäherungen. Die Delegationen hätten in den vergangenen anderthalb Tagen „tiefgehende, offene und konstruktive Konsultationen“ geführt, berichtete der chinesische Handelsunterhändler und Vizehandelsminister Li Chenggang der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge.
Dabei sei zu einigen wichtigen Punkten ein vorläufiger Konsens erreicht worden. Beide Seiten wollen den Konsultationsprozess nun fortsetzen, um weitere gemeinsame Positionen zu erarbeiten. Diese Entwicklungen in Paris stehen jedoch im Schatten der Unsicherheit über den geplanten Gipfel zwischen den beiden Staatschefs, der für die weitere Ausrichtung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China von entscheidender Bedeutung sein könnte.



