US-Handelsdefizit 2025 kaum gesunken: Trumps Zölle treffen vor allem Amerikaner
US-Handelsdefizit kaum gesunken trotz Trumps Zöllen

US-Handelsdefizit bleibt trotz Trumps Zöllen nahezu unverändert

Das US-Handelsdefizit ist im Jahr 2025 kaum geschrumpft, obwohl US-Präsident Donald Trump hohe Strafzölle gegen zahlreiche Länder verhängt hat. Nach Angaben des Handelsministeriums übertrafen die Importe von Waren und Dienstleistungen die Exporte um rund 901,5 Milliarden Dollar, was nur etwa zwei Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr 2024 entspricht. Diese minimale Veränderung unterstreicht die begrenzte Wirkung der protektionistischen Maßnahmen.

Zölle treffen vor allem amerikanische Verbraucher

Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 umfangreiche Strafzölle eingeführt, darunter gegen Exportweltmeister China und die Europäische Union. Seit August müssen für fast alle EU-Waren Zölle von 15 Prozent gezahlt werden, ein deutlicher Anstieg gegenüber früheren Durchschnittswerten. Studien, wie eine Untersuchung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, zeigen jedoch, dass diese Zölle fast vollständig von amerikanischen Importeuren und Verbrauchern getragen werden. „Die Zölle sind ein Eigentor“, sagte IfW-Forschungsdirektor Julian Hinz. „Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle trügen, ist ein Mythos. Die Amerikaner bezahlen die Rechnung.“

Kritik und kontroverse Reaktionen

Eine ähnliche Studie der regionalen Notenbank New York Federal Reserve kam zu vergleichbaren Ergebnissen, wurde jedoch von Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett scharf kritisiert. „Das Papier ist eine Schande“, sagte Hassett in einem Interview mit CNBC. „Es ist meiner Meinung nach das schlechteste Papier, das ich je in der Geschichte des Federal Reserve Systems gesehen habe.“ Trotz dieser Kontroversen deuten die Daten auf eine klare Tendenz hin: Die Zölle haben das Handelsdefizit nicht signifikant reduziert, sondern belasten vor allem die heimische Wirtschaft.

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Anstieg des Defizits im Dezember 2025

Zuletzt nahm das US-Handelsdefizit sogar deutlich zu. Im Dezember 2025 stieg es um fast ein Drittel auf mehr als 70 Milliarden Dollar an. Grund dafür waren sinkende Exporte bei gleichzeitig deutlich zunehmenden Importen. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der US-Handelspolitik und wirft Fragen zur Effektivität der ergriffenen Maßnahmen auf.

Insgesamt bleibt das Handelsdefizit ein zentrales wirtschaftspolitisches Problem, das trotz protektionistischer Ansätze weiterhin besteht. Die Daten legen nahe, dass alternative Strategien erforderlich sein könnten, um langfristige Verbesserungen zu erzielen.

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