Nächstes Chaos-Wochenende für Audi in der Formel 1
Audi: Nächstes Chaos-Wochenende in der Formel 1

Audi scheint in der Formel 1 noch immer nicht richtig angekommen zu sein. Auch beim vierten Rennwochenende in Miami erlebte das neue Team eine Enttäuschung nach der anderen.

Chaotischer Start in Miami

Das Chaos-Wochenende begann bereits am Samstag mit Problemen am Auto von Nico Hülkenberg. Der Audi fing auf dem Weg zum Start des Sprintrennens Feuer am Auspuff, sodass Hülkenberg nicht starten konnte. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto wurde nach dem Kurzrennen wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften zum Ansaugluftdruck des Motors aus der Wertung genommen.

In der Qualifikation wenige Stunden später lief es nicht viel besser. Hülkenberg wurde zwar Elfter, verpasste aber erneut knapp das Q3. Bortoleto ereilte dasselbe Schicksal wie zuvor sein Teamkollege: Auch sein Auto fing Feuer.

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Rennsonntag: Frühes Aus für Hülkenberg

Beim Rennen am Sonntag enttäuschten erneut beide Audis. Für Hülkenberg war der Grand Prix früh beendet. Der Deutsche musste seinen Audi aufgrund von technischen Problemen bereits nach neun Runden in der Box abstellen. Bortoleto kam zwar ins Ziel, verpasste als Zwölfter aber erneut die Punkte.

Hülkenberg mit Durchhalteparolen

Der Brasilianer konnte immerhin zum Auftakt der Saison in Brasilien als Neunter zwei WM-Pünktchen sammeln. Nico Hülkenberg wartet dagegen noch auf seinen ersten Punkt für Audi. 17 andere Fahrer haben in dieser Saison bereits gepunktet. Trotzdem versucht Hülkenberg, optimistisch zu bleiben. „Wir haben aber auch positive Sachen gehabt. Unsere Pace ist nicht so schlecht. Das müssen wir jetzt umsetzen und auf den Asphalt bringen und auch mal die karierte Flagge sehen und unsere Autos durchbringen. Wir bleiben dran, halten den Kopf oben und lassen uns nicht unterkriegen“, sagte er nach dem Rennen in Miami bei Sky.

„Am Start habe ich leider einen kleinen Kontakt mit Carlos (Sainz) gehabt in Kurve eins. Da hatten wir eine Beschädigung am Frontflügel und mussten dann stoppen für einen neuen Flügel. Das hat uns dann natürlich massivst nach hinten geworfen“, analysierte Hülkenberg sein Rennen. „In der Safety-Car-Phase haben wir dann leider ein Problem gehabt, was uns nicht erlaubt hat, weiterzufahren.“

Was genau der Grund dafür war, wisse er noch nicht, so Hülkenberg: „Aktuell werden die Jungs natürlich schauen, was die Ursache war. Es war insgesamt ein charakterbildendes Wochenende für uns. Wir haben viele Themen gehabt. Da ist weiterhin viel zu tun“, sagte der Audi-Pilot mit leicht gequältem Lächeln.

Deutliche Kritik von Timo Glock

Besonders auffällig: Wenn Audi das Auto auf die Strecke bekommt, ist das Team durchaus konkurrenzfähig. Allerdings kämpft man zu oft mit technischen Problemen. Bei bereits drei Rennen war überhaupt nur ein Audi am Start. Das kritisierte auch Sky-Experte Timo Glock deutlich: „Es gab so viele technische Probleme. Es gab auch schon drei Rennstarts, wo ein Auto am Start gefehlt hat aus technischen Gründen. Du musst dich jetzt hinsetzen und die Hausaufgaben machen. Sowas kann man sich nicht erlauben.“

Glock weiter: „Es ist zwar das erste Jahr, das darf man auch nicht vergessen, aber man muss die Fehlerquote jetzt deutlich minimieren. Da muss man von der Seite des Teams dran arbeiten.“ Nico Hülkenberg könne „nicht glücklich sein, aber auch Audi kann alles andere als zufrieden sein mit der Performance über das Wochenende“.

Zudem kämpft Audi mit Problemen am Start, was für Glock aber nur ein kleineres Problem darstellt: „An den Starts muss Audi auch arbeiten, aber allgemein ist die Fehlerquote über das Wochenende zu hoch. Die Fahrer und auch die Ingenieure sind einen Schritt hinten dran, weil man keinen Rhythmus hat, wenn man immer wieder durch technische Probleme gehindert wird.“

„Das sind Basis-Themen, die funktionieren müssen“, fällte Glock ein finales Fazit. Die nächste Chance dazu hat Audi beim GP in Kanada in drei Wochen.

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