Bayern-Keeper Urbig blockt Fragen ab: Kurioses Interview nach 3:3
München – Auf diese Fragen hatte der Bayern-Torwart überhaupt keine Lust! Jonas Urbig (22) legte nach seinem Einsatz im Bundesliga-Heimspiel gegen Heidenheim (3:3) einen kuriosen Interview-Auftritt hin. Der Stellvertreter von Manuel Neuer (40/fürs Rückspiel gegen PSG geschont) wurde nach Abpfiff von den Reportern in der Mixed Zone der Allianz Arena zu allen aktuellen Themen gefragt, die ihn und seine Zukunft im Verein und in der deutschen Nationalelf betreffen. Eigentlich ein üblicher Vorgang, doch die Nummer 40 des Rekordmeisters hatte darauf offenbar keine Lust.
Urbig blockt fast alle Fragen ab
Einen Grund dafür ließ Urbig schon nach der zweiten Frage durchblitzen, bei der es um die vielen Gegentoren ging, die Bayern zuletzt kassiert hat (elf in den jüngsten drei Spielen). Gegen Ende seiner Antwort sagte er: „Der Fokus liegt jetzt klar auf dem Paris-Spiel.“ Gemeint war natürlich das große Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) daheim gegen Paris Saint-Germain (Hinspiel 4:5). Den Königsklassen-Kracher nannte der Bayern-Torhüter immer wieder als Grund, um Fragen abzuschmettern – auch, als es um die Zukunft von Neuer ging, bei dem nach BILD-Informationen derzeit alles nach einer Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags um ein weiteres Jahr aussieht.
Kein Urbig-Kommentar zu Neuer
Als Urbig gefragt wurde, ob er mit seinem Keeper-Kollegen und seinem Mentor über dessen Pläne nach Saisonende gesprochen habe, antwortete er erst: „Ich weiß jetzt nicht, ob das Thema etwas für die Mixed Zone ist. Zumindest ist das kein Thema, worüber ich sprechen will, weil es eine Entscheidung ist, die er trifft. Wir haben so viele wichtige Spiele noch, dass es in meiner Position völlig unangebracht wäre, darüber nachzudenken.“ Als ein Reporter anschließend nachhakte und dies damit begründete, dass die Neuer-Zukunft direkten Einfluss darauf habe, ob Urbig 2026/27 die Nummer 1 oder Nummer 2 bei den Bayern sein werde, entgegnete dieser: „Ja, und?“ Auf die folgende Reporter-Behauptung, dass die offene Zukunfts-Frage doch etwas mit ihm machen müsse, fiel die Antwort sogar noch kürzer aus und lautete nur: „Ne!“ Selbst auf die Frage, ob er sich über eine Neuer-Verlängerung freuen würde, wollte Urbig nicht eingehen und begründete das erneut mit seinem Fokus auf dem so wichtigen Spiel am Mittwoch: „Das ist kein Thema, das mir jetzt durch den Kopf geht. Paris ist jetzt dran!“
Auch die WM ist aktuell für Urbig kein Thema
Dann wurde es sogar noch kurioser: Ein weiterer Journalist wollte mit Urbig über seine Hoffnungen auf eine DFB-Nominierung für die WM (11. Juni bis 19. Juli) sprechen. Doch der Befragte blockte wieder ab – diesmal mit der Gegenfrage: „Ist das jetzt Thema?“ Auf die Reporter-Antwort, dass die Torwart-Frage bei der deutschen Nationalmannschaft zwar nicht in diesem Augenblick, aber schon in naher Zukunft relevant sei, konterte Urbig trocken: „Wenn es jetzt kein Thema ist, brauchen wir nicht darüber zu sprechen, oder?“ Als daraufhin aus dem Kreis der Journalisten der Einwand kam, dass Reporter ganzheitlich auf Themen blicken würden, sagte Urbig nur: „Ich aber nicht.“
Urbig antwortete nicht mal Bayern-TV
Völlig ungewöhnlich: Selbst dem Vereins-TV der Bayern wollte Urbig eine Frage zu einer Szene des 3:3 gegen Heidenheim nicht beantworten. Seine Begründung: „Das waren taktische Sachen, die werde ich nicht preisgeben.“ Wenn der Neu-Nationalspieler und seine Bayern-Defensive die Heidenheimer Torschüsse mal so entschieden abgeblockt hätten wie der Torhüter die Fragen der Reporter, wäre das Spiel wohl 3:0 für den Deutschen Meister ausgegangen!



