BMW stemmt sich erfolgreich gegen Krise: Nur 11,5 Prozent Gewinnrückgang
BMW: Nur 11,5% Gewinnrückgang - besser als VW und Mercedes

BMW zeigt sich krisenresistenter als deutsche Konkurrenz

Der Münchner Autobauer BMW hat sich im vergangenen Geschäftsjahr überraschend robust gegen die allgemeine Krise der deutschen Automobilindustrie gestemmt. Während die Konkurrenten Volkswagen und Mercedes-Benz massive Gewinneinbrüche verzeichnen mussten, hielt sich der Rückgang bei BMW mit lediglich 11,5 Prozent vergleichsweise moderat.

Solide Zahlen trotz schwierigem Umfeld

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen fiel auf 10,2 Milliarden Euro, was einem Minus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Steuern liegt der Überschuss bei knapp 7,5 Milliarden Euro und damit nur 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bemerkenswert ist, dass BMW damit deutlich über den Erwartungen von Analysten lag, die einen Gewinn unter 7 Milliarden Euro prognostiziert hatten.

Der Umsatz sank zwar um 6,3 Prozent auf 133 Milliarden Euro, doch im direkten Vergleich zu den deutschen Mitbewerbern zeigt sich die relative Stärke des Münchner Unternehmens. Mercedes-Benz verzeichnete 2025 einen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro, während der deutlich größere Volkswagen-Konzern auf 6,9 Milliarden Euro kam.

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Strategische Weichenstellungen tragen Früchte

Ein entscheidender Vorteil für BMW ist die flexible Produktionsstruktur. Die Werke sind so gestaltet, dass auf einem Band Elektroautos, Hybride und Verbrenner entstehen können. Diese Flexibilität hilft, Unsicherheiten beim Hochlauf der Elektromobilität abzufedern.

Zudem profitiert BMW von einem eigenen großen Werk in den USA, das das Unternehmen teilweise vor amerikanischen Zöllen schützt. Im vergangenen Jahr wurden dort knapp 413.000 Fahrzeuge produziert, wovon mehr als die Hälfte auf dem amerikanischen Markt verblieb.

Wechsel an der Unternehmensspitze

Die jetzt vorgelegte Jahresbilanz ist die letzte unter der Verantwortung von Oliver Zipse. Der scheidende BMW-Chef betonte: "Wir haben uns in den letzten Jahren strategisch richtig aufgestellt. Davon profitieren wir heute: Wir müssen in einem herausfordernden Umfeld nicht umsteuern, sondern können unseren Kurs halten und unsere Strategie weiter konsequent umsetzen."

Am 14. Mai übernimmt Milan Nedeljkovic die Unternehmensführung. Der bisherige Produktionsvorstand ist bereits seit längerem mit Zipses wichtigstem Projekt befasst: der Neuen Klasse, deren erster Vertreter iX3 bereits bei den Händlern steht und stark gestartet ist.

Vorsichtige Prognose für das laufende Jahr

Trotz der vergleichsweise guten Zahlen bleibt BMW für das laufende Jahr zurückhaltend. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Vorsteuergewinn trotz stabiler Auslieferungen moderat sinken wird. Belastungen durch Zölle, Währungseffekte und teurere Rohstoffe tragen zu dieser vorsichtigen Einschätzung bei.

Ein weiterer Pluspunkt für BMW: Während andere deutsche Autobauer Stellenabbauprogramme ankündigen, ist der Münchner Konzern bisher ohne solche Maßnahmen durch die Krise gekommen. Diese Stabilität in turbulenten Zeiten unterstreicht die vergleichsweise robuste Position des Unternehmens innerhalb der deutschen Automobilindustrie.

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