Victor Boniface (25), der im Sommer als Last-Minute-Transfer zu Werder Bremen kam und Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison machte, erlebt nun ein trostloses Ende seiner Zeit beim Verein. Anfang Mai ist die Leihe des Leverkusener Stürmers praktisch gescheitert. Gegen den FC Augsburg (1:3) schaffte es Boniface nicht einmal in den Kader. Dabei war der Double-Gewinner von 2024 nach einer Knie-OP im Januar eigentlich als Verstärkung für die Reha-Phase vorgesehen. Doch sein Übergewicht erweist sich als zu großes Hindernis.
Trainer Thioune äußert sich zur Nichtnominierung
Trainer Daniel Thioune (51) erklärte: „Nicht nur ihm, jedem fällt es schwer, solche Entscheidungen zu akzeptieren. Wenn man nicht im Kader ist, darf man auch sehr enttäuscht sein. Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Wir wissen alle, dass sein Fitnessdefizit vorhanden ist. Wir helfen ihm, es zu ändern. Ob es für die Gegenwart zuträglich ist, weiß ich nicht. Aber es wird für die Zukunft zuträglich sein.“ Allerdings wird diese Zukunft nicht bei Werder liegen.
Bonifaces Einsatzlosigkeit und die Kaderentscheidung
In Stuttgart hatte Boniface nach vier Monaten erstmals wieder im Aufgebot gestanden, blieb jedoch ohne Einsatz. Beim VfB fehlte zudem Marco Grüll (27) aufgrund einer Sperre (5. Gelbe Karte). Gegen Augsburg zog Thioune U23-Hoffnung Salim Musah (20) Boniface vor. Der Coach begründete: „Victor hat es akzeptiert, auch wenn er damit nicht einverstanden war. Wir brauchten einen präsenten, starken Spieler in der Box. Den hatten wir mit Salim.“
Für Gegner auf Augenhöhe hatte Thioune den früheren Top-Stürmer noch auf dem Schirm, doch solche Spiele gibt es nicht mehr. In den verbleibenden zwei Partien der Saison (ohne mögliche Relegation) gegen Hoffenheim und Dortmund wird Boniface wohl keine Rolle mehr spielen. Es deutet alles darauf hin, dass Boniface als Mega-Flop ohne ein einziges Bundesligator für Werder nach Leverkusen zurückkehrt.



