Daimler Truck verzeichnet deutlichen Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2025
Der Dax-Konzern Daimler Truck aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart hat für das vergangene Jahr einen erheblichen Gewinneinbruch gemeldet. Das Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro, was einem Rückgang von 34 Prozent entspricht. Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika, die das Geschäft des Nutzfahrzeugherstellers stark belastet haben.
Herausforderndes Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten
Daimler Truck habe im Jahr 2025 in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten ein resilientes Konzernergebnis erzielt, teilte das Unternehmen mit. Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström betonte laut Mitteilung: "Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden Geschäftsumfeld." Dennoch gingen zentrale Finanzkennzahlen teils deutlich zurück.
Der Umsatz fiel um neun Prozent von rund 54,1 Milliarden Euro auf etwa 49,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) im Industriegeschäft ging um 20 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro zurück. Für das laufende Jahr 2026 erwartet der Konzern eine operative Verbesserung durch höhere Stückzahlen und Effizienzsteigerungen.
Marktschwäche in Nordamerika drückt auf Absatzzahlen
Der Absatz von Lkw und Bussen war im Jahr 2025 insgesamt rückläufig. Insgesamt verkaufte Daimler Truck im vergangenen Jahr 422.510 Fahrzeuge, was einem Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders deutlich war der Einbruch in Nordamerika, wo der Absatz um 26 Prozent einbrach. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch rund 142.000 Fahrzeuge.
Die Marktschwäche in Nordamerika ist darauf zurückzuführen, dass sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen, was zu Unsicherheiten bei den Investitionen führt.
Sparprogramm "Cost Down Europe" wird schneller umgesetzt als geplant
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro gesenkt werden. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen, wovon insbesondere die Marke Mercedes-Benz betroffen ist. Aber auch in Nordamerika sind Sparmaßnahmen geplant.
Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström erklärte: "Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als geplant." Im Jahr 2025 habe das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt. Für 2026 strebt Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro an.
Das Sparprogramm ist ein zentraler Bestandteil der Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld zu stärken und langfristig stabilere Ergebnisse zu erzielen.



