Experten-Plan: Energiesteuer-Senkung könnte Diesel und Benzin deutlich verbilligen
Energiesteuer-Senkung könnte Spritpreise deutlich senken (28.03.2026)

Entlastung für Autofahrer: Experten fordern rasche Senkung der Energiesteuer

Die Spritpreise befinden sich weiterhin im Höhenflug, beim Diesel droht sogar ein neues Allzeithoch. Ein aktueller Vorschlag aus der Wirtschaft könnte jedoch schnelle Entlastung für Autofahrer und Unternehmen bringen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat einen konkreten Plan vorgelegt, der die Energiesteuer deutlich reduzieren würde.

DIHK fordert Senkung auf EU-Mindestniveau

Helena Melnikov, die Chefin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, erklärt gegenüber der „BILD“: „Die Bundesregierung sollte die Energiesteuern für Diesel, Benzin, Gas und Heizöl noch vor Ostern vorübergehend auf das EU-Mindestniveau senken.“ Diese Maßnahme würde nach ihren Berechnungen Benzin um rund 35 Cent und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter verbilligen. Gleichzeitig solle die Stromsteuer dauerhaft auf das EU-Mindestniveau gesenkt werden.

Melnikov betont die Umsetzbarkeit dieses Vorschlags: „Da es sich um eine reine Bundessteuer handelt, wäre das rasch umsetzbar.“ Auch der ADAC unterstützt diese Forderung nach einer Senkung der Energiesteuer, da nur so Verbraucher schnell und wirksam entlastet werden könnten.

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Konkrete Entlastung für Autofahrer

Derzeit schlägt der Staat beim Benzin 65,45 Cent Energiesteuer auf jeden Liter, beim Diesel sind es 47,04 Cent. Eine Senkung auf das EU-Mindestmaß von 35 Cent für Benzin und 17 Cent für Diesel würde bei einer 50-Liter-Tankfüllung zu folgenden Einsparungen führen:

  • Benzin: Rund 17,50 Euro Ersparnis pro Tankfüllung
  • Diesel: Knapp 8,50 Euro Ersparnis pro Tankfüllung

Diese Entlastung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn die Spritpreise steigen kontinuierlich. Vom bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2022, kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs, ist der Dieselpreis derzeit nur noch 2 Cent entfernt.

Wirtschaftliche Argumente für Steuersenkung

DIHK-Chefin Helena Melnikov argumentiert nicht nur mit der direkten Entlastung der Verbraucher, sondern auch mit volkswirtschaftlichen Überlegungen. Sie warnt: „Ohne diese Entlastung wird es am Ende auch für den Staat teuer. Denn mit einer erneut einbrechenden Konjunktur bleiben auch Ertragssteuern aus.“

Die steigenden Öl- und Benzinpreise verursachen der Wirtschaft massive Mehrkosten, was wiederum zu geringeren Steuereinnahmen für den Staat führen könnte. Eine rechtzeitige Steuersenkung könnte somit nicht nur Autofahrer entlasten, sondern auch negative wirtschaftliche Folgen abmildern.

Die Diskussion um die Energiesteuer-Senkung gewinnt an Dynamik, während die Spritpreise weiter steigen und die Belastung für Verbraucher und Unternehmen zunimmt.

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