Torhüterin Maria Luisa Grohs wird die Fußballerinnen des FC Bayern im Sommer nach sieben Jahren verlassen. Der deutsche Meister gab diesen Schritt offiziell bekannt und kündigte für das letzte Heimspiel der Saison am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt einen "gebührenden Abschied" für die 24-Jährige an.
Rückblick auf eine erfolgreiche Zeit
Grohs war 2019 vom VfL Bochum nach München gekommen und feierte mit dem Verein große Erfolge. In ihrer Zeit beim FC Bayern gewann sie fünf Bundesliga-Titel, einen DFB-Pokalsieg und zwei Supercup-Erfolge. Zuletzt war sie jedoch hinter der deutschen Nationalmannschafts-Ersatztorhüterin Ena Mahmutovic nur die Nummer zwei.
Persönliche Herausforderung
Im Herbst 2024 wurde bei Grohs eine Krebserkrankung in der Mandel und in Lymphknoten diagnostiziert. Diese Nachricht löste im deutschen Fußball große Anteilnahme aus. Die Torhüterin wurde erfolgreich operiert und gab vier Monate später ihr Comeback. Bianca Rech, Frauenfußball-Direktorin der Bayern, würdigte ihren Kampfgeist: "Ihre schwere Erkrankung hat uns alle sehr getroffen, doch Mala hat mit beeindruckender Stärke, Mut und großer Positivität immer weitergemacht und damit vielen Menschen ein Vorbild gegeben."
Abschied mit Stolz und Dankbarkeit
Grohs selbst zeigte sich emotional: "Der FC Bayern ist für mich zu einer Heimat geworden. Wenn ich auf meine sieben Jahre hier zurückblicke, denke ich an unzählige kleine Momente in der Kabine, an unsere Titelgewinne und meine ersten Schritte im Profifußball." Sie ergänzte: "Der Weg ging nicht immer schnurgeradeaus, hat mir an verschiedenen Stellen alles abverlangt und dafür an anderen umso mehr zurückgegeben. Jetzt kann ich gesund nach vorne schauen und voller Stolz und Dankbarkeit zurückblicken." Wohin es die Torfrau nun zieht, wurde zunächst nicht bekannt.



