Der neue Preishammer aus China: Der Haval H7 von Great Wall Motors sieht aus wie ein Land Rover Defender, kostet aber kaum mehr als ein großer Dacia. Mit 4,80 Metern Länge, kantiger Optik, Leiter am Heck und Ersatzrad außen gibt er sich als echter Abenteurer. Doch steckt das auch in ihm?
Innenraum: Überraschung statt Rustikalität
Im Innenraum wartet keine rustikale Offroad-Atmosphäre, sondern fast schon Glamping-Feeling. Viel Platz, vor allem in der zweiten Reihe, dazu Leder, große Displays und eine digitale Vollausstattung mit riesigen Screens und App-Welt.
Motoren: Starke Technik, große Auswahl
Beim Antrieb klotzen die Chinesen: Vom klassischen Benziner mit 223 PS über Hybrid bis zum Plug-in mit bis zu 462 PS ist alles dabei. Die stärkste Version sprintet in gut fünf Sekunden auf Tempo 100 – fast auf Defender-Niveau.
Fahrverhalten: Komfortmobil statt Geländeheld
Auf der Straße fährt sich der H7 weich und komfortabel – perfekt für China, für Europa vielleicht etwas zu schwammig. Im Gelände reicht es für Abenteuer-Ausflüge, echte Hardcore-Offroader wie Defender oder G-Klasse bleiben aber außer Reichweite.
Preis: Der größte Trumpf
Der entscheidende Punkt ist der Preis: Rund 35.000 Euro soll der H7 kosten. Dafür gibt es die großen Offroad-Ikonen aus Europa in gutem Zustand nicht einmal gebraucht.
Ob der H7 bei uns wirklich durchstartet, ist offen. Viele chinesische Marken kämpfen noch mit Image und Vertrieb. Doch eines ist klar: Beim Preis haben sie längst die Nase vorn.



