Hecking: Auch Bayerns B-Elf würde Wolfsburg helfen
Hecking: Bayerns B-Elf würde Wolfsburg helfen

Kurz vor dem Saisonfinale spitzt sich die Lage für den VfL Wolfsburg dramatisch zu. Der Club aus Niedersachsen steht auf dem 17. Tabellenplatz und damit auf einem direkten Abstiegsrang. Mit 31 Punkten liegt der VfL punktgleich mit dem FC St. Pauli, der den Relegationsplatz 16 belegt. Drei Zähler dahinter lauert der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim. Ausgerechnet jetzt gastiert mit dem FC Bayern München das absolute Spitzenteam der Liga in der Volkswagen Arena. Die Münchner kommen nach dem bitteren Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain mit viel Wut im Bauch nach Wolfsburg. Allerdings wird Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) voraussichtlich einige seiner Stars schonen und stattdessen auf Spieler aus der zweiten Reihe setzen.

Hecking neidisch auf Münchner Kader

Doch selbst diese Reserve-Spieler sind von außergewöhnlichem Kaliber. Namen wie Leon Goretzka (31), das Talent Lennart Karl (18) oder der Stürmer Nicolas Jackson (24) unterstreichen die enorme Qualität des Bayern-Kaders. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking (61) blickt neidvoll auf das Münchner Aufgebot. Für ihn ist es kein Vorteil, wenn Bayern nicht mit der besten Elf antritt. Ganz im Gegenteil: „Ich würde auch die B- und die C-Elf-Spieler nehmen. Die würden uns auch helfen, von der Qualität her“, so Hecking mit einem Augenzwinkern. Der 61-Jährige weiß genau, dass seine Mannschaft eine absolute Topleistung benötigt, um den Rekordmeister zu bezwingen. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Bayern ist seit 13 Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 19. Spieltag im Januar mit 1:2 beim FC Augsburg.

Hecking fordert mutigen Auftritt

Hecking ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, gibt sich aber kämpferisch: „Wir sollten uns nicht nur hinten reinstellen und gucken, dass wir irgendwie über die Runden kommen. Das wird nicht gelingen. Wir brauchen eine Toptop-Leistung.“ Der Fußballlehrer fordert Mut von seiner Mannschaft: „Wenn uns der FC Bayern das Momentum gibt und uns die Tür ein Stück weit aufmacht, sollten wir das erkennen und versuchen, diesen Spalt weiter zu öffnen. Wenn uns das gelingt, ist ein positives Ergebnis drin.“

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Blick nach Leipzig und Heidenheim

Doch Hecking wird nicht nur auf das eigene Spiel schauen. Parallel empfängt RB Leipzig den FC St. Pauli. Ein Sieg der Kiez-Kicker würde Wolfsburg bei einer Niederlage gegen Bayern in eine äußerst schwierige Lage bringen. Dann müsste der VfL am letzten Spieltag ausgerechnet in St. Pauli gewinnen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Auch Heidenheim lauert noch: Der Tabellenletzte spielt am Sonntag gegen den 1. FC Köln und dann zu Hause gegen Mainz. Die Konstellation ist also hochspannend.

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