Mercedes-Benz kämpft mit massivem Absatzeinbruch auf dem chinesischen Markt
Der Stuttgarter Automobilhersteller Mercedes-Benz hat im ersten Quartal des Jahres einen deutlichen Rückschlag auf dem chinesischen Markt hinnehmen müssen. Insgesamt verkaufte das Unternehmen 499.700 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Besonders betroffen ist der Pkw-Bereich, in dem der Absatz um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge sank.
China als Hauptursache für die negative Entwicklung
Die Geschäfte in China verzeichneten einen dramatischen Einbruch von 27 Prozent, der die Gesamtstatistik erheblich belastet. Laut Unternehmensangaben war der chinesische Markt im Berichtszeitraum durch Modellzykluseffekte, makroökonomische Unsicherheiten und ein anspruchsvolles Marktumfeld geprägt. Ohne den chinesischen Markt wäre der Pkw-Absatz global um fünf Prozent gestiegen, angetrieben von teils deutlichem Wachstum in Europa und den USA.
Die Vansparte von Mercedes-Benz verzeichnete einen moderateren Rückgang von drei Prozent auf 80.300 Fahrzeuge im ersten Quartal. Trotz der Herausforderungen in China betont das Unternehmen, dass Modelleinführungen die Absatzaussichten in der Region für die kommenden Quartale verbessern sollen.
Langfristiger Absatzrückgang und strategische Ziele
Die Pkw-Verkäufe der Marke mit dem Stern gehen bereits seit Längerem zurück. Nach einer Stagnation im Jahr 2023 und einem Minus von drei Prozent im Jahr 2024, sank der Absatz im vergangenen Jahr um weitere neun Prozent auf etwas mehr als 1,8 Millionen Fahrzeuge. Mittelfristig strebt Mercedes-Benz wieder einen Absatz von rund zwei Millionen Pkw an, ein Ziel, das vor dem Ende des Jahrzehnts, jedoch nicht im Jahr 2027 erreicht werden soll.
Vertriebsvorstand Mathias Geisen verwies auf die positive Resonanz der Kundinnen und Kunden auf neue Modelle: »Mit der zunehmenden Verfügbarkeit unserer neuen Produkte konzentrieren wir uns darauf, das starke Kundeninteresse in den kommenden Monaten in eine positive Absatzdynamik zu überführen.« Das Wachstum soll insbesondere durch das hochpreisige Top-End-Segment, zu dem Modelle wie die S- und G-Klasse gehören, getragen werden. Zudem kündigte Mercedes-Benz einen Nachfolger für die auslaufende A-Klasse im Einstiegssegment an.



