Mercedes CLA 250: Software drosselt Akku-Kapazität – gleiche Hardware, weniger Reichweite
Mercedes CLA: Software drosselt Akku-Kapazität

Mercedes CLA 250: Gleiche Hardware, weniger Akku durch Software

Seit Februar 2026 bietet Mercedes-Benz den neuen CLA 250 EQ ohne das Plus-Zeichen an. Das Besondere: Das Elektroauto verfügt über eine nutzbare Batteriekapazität von lediglich 71 kWh, während der baugleiche CLA 250+ mit 85 kWh ausgestattet ist. Die Differenz wird offenbar nicht durch unterschiedliche Hardware, sondern durch eine elektronische Drosselung per Software erzeugt.

Identisches Gewicht als Indiz

Ein starkes Indiz für die identische Hardware ist das exakt gleiche Leergewicht beider Modelle. Sowohl der CLA 250 als auch der CLA 250+ wiegen jeweils 2055 Kilogramm. Diese Übereinstimmung legt nahe, dass physisch derselbe Akku verbaut wurde, dessen Kapazität jedoch softwaregesteuert begrenzt wird.

Gedrosselte Ladeleistung bei gleicher Technik

Nicht nur die Akku-Kapazität ist reduziert, auch die Ladeleistung wurde angepasst. Während der CLA 250+ mit bis zu 320 kW laden kann, ist die Leistung beim CLA 250 auf 250 kW begrenzt. Dennoch ermöglicht die moderne 800-Volt-Architektur, die bei allen CLA-Modellen zum Einsatz kommt, ein schnelles Laden. Von 10 auf 80 Prozent benötigt der gedrosselte 250er lediglich 20 Minuten.

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Motorleistung und Reichweite im Vergleich

Die Antriebsleistung bleibt bei beiden Varianten identisch: Der Elektromotor leistet maximal 272 PS. Die Reichweite des CLA 250 gibt Mercedes mit 674 Kilometern nach WLTP-Standard an. Damit liegt das Modell zwar unter der Reichweite des 250+, bietet aber dennoch eine praktikable Alltagsdistanz.

Preisvorteil und Spekulationen

Der CLA 250 ist preislich attraktiver positioniert und liegt etwa 3000 Euro unter der reichweitenstärkeren Plus-Version. Diese Differenz könnte für viele Kunden den entscheidenden Kaufanreiz darstellen. Spekulationen, dass Mercedes eine Mischbatterie aus verschiedenen Zelltypen verwendet, haben sich nicht bestätigt. Stattdessen deutet alles auf einen cleveren Software-Kniff hin.

Mögliche Aufpreis-Option denkbar

Die technische Möglichkeit, die volle Akku-Kapazität gegen Aufpreis freizuschalten, ist theoretisch gegeben. Mercedes-Benz hat dazu jedoch offiziell keine Stellung bezogen. Für Kunden, die nicht die maximale Reichweite benötigen, könnte der CLA 250 der goldene Mittelweg zwischen Leistung und Preis sein.

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