Ex-VW-Chef Matthias Müller fordert Öffnung der Brandmauer zur AfD und kritisiert Deutschland scharf
Müller: Brandmauer zur AfD öffnen – Deutschland auf DDR 2.0-Kurs

Ex-VW-Chef Matthias Müller plädiert für Dialog mit der AfD und äußert scharfe Kritik an Deutschland

Der ehemalige Volkswagen-Chef Matthias Müller hat in einem kontroversen Interview mit dem Nachrichtenportal »T-Online« gefordert, die sogenannte Brandmauer zur rechtsextremen AfD teilweise zu öffnen. Müller argumentiert, dass demokratische Politiker Gespräche mit der AfD führen sollten, um die Unfähigkeit der Partei offenzulegen. Die Brandmauer, ein Kooperationsverbot zwischen demokratischen Institutionen und der AfD, wird laut Müller oft durchbrochen, zuletzt auch von Vertretern der Grünen und Linken.

Müllers Hintergrund und politische Einordnung

Matthias Müller, der nach dem Dieselskandal 2015 die Führung bei Volkswagen übernahm und bis 2018 im Amt blieb, ist selbst Mitglied der FDP und der konservativen Denkfabrik R21. Diese Gruppe, geleitet vom Historiker Andreas Rödder, setzt sich seit längerem gegen die Brandmauer ein. Müller betont, dass die AfD nicht nur rechtsradikale, sondern auch rechtskonservative Wähler anzieht, die früher traditionell CDU oder CSU wählten und sich aus Enttäuschung der AfD zuwandten.

Weitere radikale Positionen des Ex-Managers

Neben der Forderung nach einer Öffnung zur AfD vertritt Müller im Interview weitere provokative Standpunkte. Er sieht Deutschland auf dem Weg zu einer DDR 2.0 und einem Vollkasko-Staat, in dem Bürger vermehrt Ansprüche an den Staat stellen und Eigenverantwortung vernachlässigen. Zudem schlägt er die Gründung einer neuen Kern-EU vor, die aus gleichgesinnten Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Polen bestehen soll.

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Blick auf die FDP und persönliche Empfehlungen

Für seine eigene Partei, die FDP, hat Müller düstere Prognosen. Er fordert die Rückkehr des ehemaligen Parteichefs Christian Lindner in ein Spitzenamt. Lindner, der als Finanzminister in der Ampelregierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) diente, wechselte nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag Anfang 2025 in die Automobilbranche. Müllers Äußerungen unterstreichen seine kritische Haltung gegenüber aktuellen politischen Entwicklungen und lösen breite Diskussionen aus.

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