Die erfolgreichen Bob-Pilotinnen Laura Nolte und Deborah Levi wagen ein neues Abenteuer: Vom Eiskanal auf die Rennstrecke. Die beiden Olympiasiegerinnen werden einen Formel-E-Wagen von Citroën testen. Das Rennauto beschleunigt von 0 auf 100 km/h in unter zwei Sekunden – schneller als ein Formel-1-Auto.
Treffen mit Formel-E-Profis
Beim Formel-E-Rennen auf dem Tempelhofer Feld in Berlin trafen die beiden Bob-Stars auf die Fahrer Jean-Éric Vergne und Nick Cassidy. Sie konnten die Rennmaschine erstmals aus der Nähe betrachten. Noch in diesem Jahr sollen Simulator-Trainings und später echte Runden auf der Strecke folgen.
Laura Nolte sagte: „Wir fahren beide gerne schnell Auto und im Bob fahren wir auch schnell – das heißt, wir lieben Geschwindigkeit. Aber wir sind ein bisschen aufgeregt. Ich glaube, das wird ein krasses Gefühl sein, vor allem die Beschleunigung.“
Gemeinsamkeiten zwischen Bob und Motorsport
Nolte und Levi haben bereits Parallelen entdeckt. Nolte erklärte: „Hier wird beim Track-Walk geschaut, wie die Rennstrecke beschaffen ist, die Bahn wird ausgemessen, es wird nach Unebenheiten geschaut. Vor meinem Wettkampf laufe ich auch den Eiskanal entlang, mit Spikes an den Schuhen. Wir schauen dann, wie die Eisbeschaffenheit an dem Tag ist oder ob eine Kurveneinfahrt steiler ist als sonst.“
Beide Sportarten erfordern Geschwindigkeit und präzise Kurventechnik. Auch die Sportgeräte ähneln sich: Beide sind aus Carbon gefertigt. Nolte ergänzte: „Und natürlich haben sowohl die Rennfahrer als auch wir Mechaniker und Ingenieure dabei.“
Levi fügte schmunzelnd hinzu: „Aber wir müssen den Bob selbst von A nach B bringen und im Training auch zur Strecke tragen – also 170 Kilogramm schleppen, oft zu viert. Außerdem wechseln und schleifen wir die Kufen selbst.“
Lob von den Profis
Formel-E-Fahrer Jean-Éric Vergne sagte: „Die Wintersportarten wie Bob trainieren dich perfekt für die Ideallinie. Sie sind Profis und werden das gut machen im Auto.“ Nick Cassidy, der beim Samstagsrennen in Berlin Zweiter wurde, ergänzte: „Ich habe wirklich großen Respekt vor dem Sport, den sie machen.“



