VfB Stuttgart: Pokalsieg verändert Bundesliga-Tabelle drastisch
Pokalsieg von Stuttgart verändert Bundesliga-Tabelle

Mit weiß-goldenen Pokal-Sonnenbrillen tanzten die Spieler des VfB Stuttgart vor ihren Fans und feierten den Einzug ins Finale des DFB-Pokals ausgelassen – so intensiv, wie es die körperliche Verfassung nach 120 kräftezehrenden Minuten noch zuließ. Der 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen den SC Freiburg hatte Spuren hinterlassen, Angelo Stiller, Deniz Undav und Co. wurden teilweise von Krämpfen geschüttelt. Doch diese Party wollten sie sich nicht entgehen lassen.

Zweite Endspiel-Teilnahme in Folge für den VfB

Für den noch amtierenden Pokalsieger aus Stuttgart ist es die zweite Endspiel-Teilnahme in Folge. Zudem ist dem VfB die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb nun nicht mehr zu nehmen – und das hat auch Folgen für die Bundesliga! Die Schwaben und auch Final-Gegner FC Bayern (am Mittwoch 2:0 in Leverkusen) werden sich über die Bundesliga definitiv für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren. Die bereits als Meister feststehenden Münchner spielen sicher in der Champions League, auch der VfB ist als Vierter derzeit auf Kurs Königsklasse, hat aber mindestens die Europa League mit 13 Punkten Vorsprung auf Platz 7 sicher.

Neue Verteilung der Europapokal-Plätze

Heißt: Der Europa-League-Platz, der dem Pokalsieger für den Triumph in Berlin zusteht, geht an die Liga zurück. Die Teams auf den Plätzen fünf und sechs in der Endabrechnung der Bundesliga (bisher nur Platz 5) werden sich für die Europa League qualifizieren, Platz 7 (bisher Platz 6) reicht für die Conference League. Diese Änderung könnte ausgerechnet dem Verlierer von Stuttgart in die Karten spielen: dem SC Freiburg. Aktuell liegen die Breisgauer auf dem siebten Platz (43 Punkte), Eintracht Frankfurt rangiert mit 42 Punkten auf Platz 8. Der FC Augsburg als Neunter darf sich mit 36 Punkten nur noch geringe Chancen auf den internationalen Wettbewerb machen. Auf den Plätzen 5 und 6 liegen aktuell Hoffenheim (54 Punkte) und Leverkusen (52) – die damit beide zumindest die Europa League sicher haben dürften.

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Freiburgs Europa-League-Erfolg könnte weitere Champions-League-Plätze bringen

Spannend: Gewinnt Freiburg die Europa League (Halbfinal-Partien: 30. April in Braga, 7. Mai Rückspiel in Freiburg), qualifiziert sich das Team von Trainer Julian Schuster als fünfte deutsche Mannschaft für die Champions League. In diesem Fall würde es zwei weitere Europa-League und einen Conference-League-Teilnehmer über die Bundesliga-Tabelle geben. Noch besser: Wenn Deutschland beim Uefa-Koeffizienten noch an Spanien vorbeizieht UND Freiburg sich den Titel in der Europa League holt, bekommt die Bundesliga sogar zwei weitere Champions-League-Startplätze in der kommenden Saison und damit insgesamt sechs! Entscheidend ist dabei die Saisonwertung aller Klubs eines Landes im Europapokal. Theoretisch könnte sich dann auch der Neunte der Bundesliga für den internationalen Wettbewerb qualifizieren.

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