Die wichtigste Nachricht nach der Pleite auf Schalke (0:1): Fortuna hat die Rettung nach wie vor in eigener Hand. Mit einem Sieg am letzten Spieltag in Fürth wäre die Relegation so gut wie sicher, bei einem vorherigen Erfolg am Sonntag gegen Elversberg (13 Uhr/Sky) der direkte Klassenerhalt. Und bei diesem Vorhaben spielt ein Profi eine Rolle, von der er vor kurzem noch weit entfernt war.
Sotiris Alexandropoulos: Vom Bankdrücker zum Leistungsträger
Wie bei seinem Joker-Einsatz in Magdeburg (0:2) und dem 3:1-Sieg gegen Dresden war Sotiris Alexandropoulos (24) auf Schalke einer der besten Spieler bei Fortuna Düsseldorf. Zwar hatte der Grieche auch beim Tabellenführer einige haarsträubende Fehlpässe drin, aber insgesamt ist er die Überraschung, seitdem Alexander Ende (46) den Trainer-Job übernommen hat. Der Neu-Coach setzt auf Energie, und die gibt ihm aktuell keiner so sehr wie Sotiris.
Ende: „Wenn man von einem großen Herz spricht, dann muss man ihn ganz vorne nennen. Er hat sehr, sehr viel reingeschmissen in die Zweikämpfe, war sehr laufstark und unheimlich viel unterwegs. ‚Soto‘ ist aktuell ein ganz wichtiger Faktor für uns.“
Unter Anfang war Sotiris außen vor
Und das kommt total überraschend. Denn seit dem Aus von Daniel Thioune (51/jetzt Bremen) hatte Sotiris nur einmal in der Startelf gestanden – unter Markus Anfang (51) verpasste er zehn Spiele wegen eines Muskelbündelrisses, kam zu sechs Mini-Joker-Einsätzen von höchstens acht Minuten, schmorte dreimal über 90 Minuten auf der Bank und schaffte es einmal gar nicht in den Kader. Jetzt ist Sotiris mit seiner Energie und Laufstärke unverzichtbar, er ist gerade nach dem Ausfall von Satoshi Tanaka (23/Muskelfaseriss) Fortunas Heißmacher im Mittelfeld. Vor allem seine Dynamik, mit der er gegen Schalke mehrfach an einem Spieler mit dem Ball am Fuß vorbeilief und so das Spiel öffnete, hebt ihn von anderen Zentrums-Spielern gerade komplett ab.
El Azzouzi als wichtiger Partner im Mittelfeld
Umso wichtiger wäre allerdings, wenn sein eigentlicher Mittelfeld-Partner Anouar El Azzouzi (24) gegen Elversberg wieder dabei wäre, der ähnliche Attribute ins Spiel bringt wie Sotiris. Auf Schalke fehlte der Marokkaner aufgrund einer Schulterprellung, aber die Hoffnung ist groß, dass er in den beiden Abstiegs-Endspielen wieder dabei ist. Ende: „Sein Ausfall hat uns wehgetan, er war vorher ein absoluter Energie-Geber, der ‚aggressive Leader‘ im Mittelfeld.“ Und mit Sotiris hat El Azzouzi mittlerweile einen zweiten Leader an seiner Seite.
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