Der Fußball-Oberligist TSG Neustrelitz steht vor einem entscheidenden Saisonfinale. In den letzten fünf Spielen der Saison 2025/26 trifft die Mannschaft auf drei Top-Vier-Teams. Die TSG selbst belegt den dritten Tabellenplatz, hat aber neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Tasmania Berlin. Die Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga Nordost sind daher nur noch theoretisch möglich.
Spitzenspiel gegen Lichtenberg 47
Der Auftakt der schwierigen Schlussphase erfolgt am Sonntag, wenn die Neustrelitzer auswärts beim Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47 antreten müssen. Anstoß ist um 14 Uhr im Zoschke-Stadion. „Wir haben alle Bock auf die anstehenden Spitzenspiele und wollen die oberen Teams ärgern. Wir gehen in jedes Spiel rein und wollen gewinnen“, sagte TSG-Kapitän Nils Röth.
Die TSG wartet seit fast 22,5 Jahren auf einen Auswärtssieg gegen Lichtenberg. Der letzte Erfolg im Zoschke-Stadion gelang im November 2003 mit einem 3:1-Sieg. Diese Serie soll nun am 26. Spieltag enden. Allerdings ist die Aufgabe gegen die Berliner äußerst schwer.
Klare Niederlage im Hinspiel
Bereits im Hinspiel musste die TSG eine deutliche 0:3-Niederlage im heimischen Parkstadion hinnehmen. „Zu diesem Zeitpunkt der Saison waren wir als Mannschaft nicht auf dem Level, auf dem wir jetzt sind. Nichtsdestotrotz ist Lichtenberg 47 eines der abgeklärtesten Teams der Liga“, erklärte Röth. Ob der 28-Jährige in der Auswärtspartie auflaufen wird, ist jedoch unklar.
In den vergangenen Spielen sank die Einsatzzeit des Kapitäns. In den letzten vier Partien stand er nur einmal von Beginn an auf dem Platz – gegen Schlusslicht Viktoria Berlin (5:0). „Es hat weniger sportliche Gründe, dass ich nicht spiele. Ich ärgere mich aber über nichts, was ich nicht beeinflussen kann. Ich werde wie in den vergangenen acht Jahren weiter alles für die TSG geben“, so Röth.
Wechsel zu Siedenbollentin steht bevor
Ob die geringere Spielzeit mit seinem bevorstehenden Wechsel zum Ligakonkurrenten SV Siedenbollentin zur neuen Saison zusammenhängt, ist unklar. „Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Jungs, die derzeit auf der Platte stehen, es gut machen“, so der TSG-Kapitän. Immerhin ist die TSG seit neun Partien (sechs Siege, drei Remis) ungeschlagen und hat sich in der Tabelle nach oben gearbeitet.
Trainer Thomas Franke äußerte sich zur Situation: „Ich finde halt einfach, man sollte nicht immer auf die Jungs gucken, die vielleicht gerade hinten dran sind, sondern auf die, die spielen und die machen es ordentlich. Dann müssen auch so gestandene Spieler wie Nils akzeptieren, dass man so entscheidend.“ Franke ergänzte: „Nils ist ein Mensch, der die TSG im Herzen trägt und es mit nach Hause nimmt, dass er nicht spielt. Er kann mit der Situation aber einigermaßen umgehen, hilft auch abseits des Platzes der Mannschaft.“
Rückt Röth ins zentrale Mittelfeld?
Es bleibt abzuwarten, wie viele Spielminuten der Kapitän im Spitzenspiel gegen die Berliner erhält. Da Maik Frühauf im zentralen Mittelfeld wegen seiner fünften Gelben Karte ausfällt, könnte Röth auf dieser Position in die Startelf rücken. In der Innenverteidigung der TSG dürfte das Duo Gabriel Ziegler und Toni Bastin gesetzt sein.



