Gold- und Silberpreise stürzen ab: Edelmetalle verlieren im Iran-Konflikt massiv
Gold- und Silberpreise stürzen im Iran-Konflikt ab

Gold- und Silberpreise stürzen im Iran-Konflikt dramatisch ab

Die Edelmetalle Gold und Silber erleben derzeit einen massiven Preisverfall, der Anleger weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Anders als in früheren Krisenzeiten erweisen sich die vermeintlich sicheren Häfen im aktuellen Iran-Krieg als äußerst volatil und verlieren kontinuierlich an Wert.

Gold verliert über 18 Prozent seit Kriegsbeginn

Eine Feinunze Gold, die etwa 31,1 Gramm entspricht, kostete am Montag im frühen Handel nur noch etwas mehr als 4.300 US-Dollar. Das bedeutet einen Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Freitagabend und markiert einen deutlichen Abwärtstrend. Seit dem Start der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran hat der Goldpreis insgesamt mehr als 18 Prozent eingebüßt. Dieser Verlust ist besonders bemerkenswert, da der Preis in den ersten Kriegstagen noch auf fast 5.420 Dollar gestiegen war.

Mit dem jüngsten Rückgang vom Montag sind nun auch alle Gewinne vom Jahresanfang vollständig aufgezehrt. Seit dem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar Ende Januar belaufen sich die Verluste inzwischen auf fast 1.300 Dollar oder 23 Prozent. Diese Entwicklung stellt einen klaren Bruch mit historischen Mustern dar, bei denen Gold in Krisenzeiten traditionell als stabiler Wertaufbewahrer galt.

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Silberpreis bricht um fast die Hälfte ein

Noch drastischer gestaltet sich die Situation beim Silber. Der Preis für eine Feinunze Silber hat seit Ende Januar fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar eingebüßt. Am Montag gab der Silberpreis weitere fünf Prozent nach und notierte bei 64,25 Dollar. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor etwas mehr als drei Wochen hat sich Silber um mehr als 30 Prozent verbilligt.

Höhere Zinsen und Inflationsrisiken belasten Edelmetalle

Die Gründe für diesen ungewöhnlichen Preisverfall sind vielfältig. Seit Beginn des Iran-Konflikts haben stark gestiegene Ölpreise die Inflationsrisiken erheblich erhöht. Diese Entwicklung hat wiederum die Aussichten auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve und anderer Zentralbanken deutlich verringert.

Höhere Zinsen belasten Edelmetalle tendenziell, da sie im Gegensatz zu verzinslichen Anlagen keine regelmäßigen Erträge abwerfen. Anleger bevorzugen in einem Umfeld steigender Zinsen häufig andere Anlageformen, was den Druck auf Gold- und Silberpreise zusätzlich erhöht.

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich: Im Iran-Konflikt erweisen sich Gold und Silber alles andere als der traditionell angenommene sichere Hafen. Anleger, die auf eine Wertsteigerung der Edelmetalle in Krisenzeiten gesetzt hatten, benötigen derzeit starke Nerven. Die Volatilität der Märkte und die komplexen wirtschaftlichen Verflechtungen machen Prognosen besonders schwierig.

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