Trump und Iran: Verdacht auf Insiderhandel nach Ölpreis-Sturz
Trump-Iran: Insiderhandel-Verdacht bei Ölpreis-Sturz

Trump und Iran: Verdacht auf Insiderhandel nach Ölpreis-Sturz

Washington (USA) – Ein Börsen-Krimi wirft schwerwiegende Fragen auf: Wer hat sich hier die Taschen voll gemacht und über welche geheimen Informationen verfügten die Akteure? Die Szene spielt sich ab rund um die Taktik von US-Präsident Donald Trump (79), die iranische Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu beseitigen.

Auffällige Handelsbewegungen Minuten vor Trumps Ankündigung

Gleich nachdem der US-Präsident bekannt gegeben hatte, das Ultimatum an das iranische Mullah-Regime zu verlängern, knallten am Montagmorgen die Ölpreise in den Keller. Mit äußerst lukrativen Folgen für einige Marktteilnehmer! Eine detaillierte Auswertung des renommierten Wirtschaftsportals Bloomberg zeigt jetzt alarmierende Details: Kurz vor der offiziellen Ankündigung gab es auffällig viele und ungewöhnlich große Handelsbewegungen am Ölmarkt.

Demnach wurden innerhalb von nur zwei Minuten sogenannte Futures auf mindestens sechs Millionen Barrel Öl verkauft. Diese Transaktionen erfolgten nur Minuten vor Trumps öffentlicher Erklärung und dem anschließenden massiven Einbruch der Rohölpreise um bis zu 14 Prozent. Dabei wurde nicht echtes physisches Öl gehandelt, sondern spekulativ auf in diesem Fall fallende Kurse gewettet. Der Gesamtwert dieser Geschäfte lag bei rund 650 Millionen US-Dollar, was etwa 561 Millionen Euro entspricht.

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Experten: „Verdacht des Insiderhandels liegt sehr nah“

Zum Vergleich: An den fünf vorherigen Handelstagen lag das durchschnittliche Handelsvolumen in dem gleichen Zeitraum nur bei etwa 700.000 Barrel – also weniger als ein Achtel der verdächtigen Transaktionen. Michael Berlemann (57), wissenschaftlicher Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), äußert sich deutlich: „Das sind tatsächlich ungewöhnlich hohe Summen, die da kurz vorher bewegt wurden.“

Zu den auffälligen Handelsbewegungen sagt der Wirtschaftsexperte: „Man kann derzeit nicht mit Sicherheit sagen, wer genau gehandelt hat. Natürlich können es auch findige und risikofreudige Anleger gewesen sein, die auf eine bestimmte Kursbewegung gesetzt haben. Der Verdacht des Insiderhandels liegt allerdings sehr nah.“

Alternative Erklärung: Mustererkennung bei Trump-Verhalten

Für Börsenexperte Christian Röhl wiegt der Vorwurf des Insiderhandels schwer und „müsste durch stichhaltige Beweise unterfüttert werden“. Röhl bietet eine alternative Erklärung an: „Naheliegender ist für mich, dass erfahrene Marktteilnehmer ein gewisses Muster beim US-Präsidenten ausgewertet und darauf spekuliert haben. Demnach folgt auf eine Drohung der Eskalation zumeist ein Rückzug, zumal wenn die internationalen Börsen diese Eskalation deutlich abstrafen.“

So sei es auch am Montagmorgen gewesen: „Im frühen Handel waren bereits Aktien und Anleihen gefallen, während Öl weiter gestiegen war – und Trump schaut ja bekanntlich intensiv auf die Finanzmärkte. In dem Moment auf eine plötzliche Kehrtwende des Präsidenten und somit auf fallende Ölpreise zu spekulieren, war natürlich sehr riskant, aber durchaus rational angesichts von Trumps bisherigen Verhaltensmustern.“

Die Frage bleibt jedoch: Handelte es sich bei den auffälligen Handelsbewegungen um kluge Marktanalyse oder um illegale Informationsvorsprünge? Die ungewöhnlich hohen Volumina kurz vor der offiziellen Ankündigung geben weiterhin Anlass zu kritischen Nachfragen.

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