Leuna-Harze-Chef erklärt Interesse an möglicher Domo-Übernahme
Der Unternehmer Klaus Paur hat in einem exklusiven Interview die Beweggründe für das Angebot seiner Firma Leuna-Harze gemeinsam mit der InfraLeuna für den insolventen Kunststoffhersteller Domo dargelegt. Im Zentrum steht dabei der Schutz des Chemiestandorts Leuna vor erheblichen Schäden, die ein Aus der Domo verursachen könnte.
Schutz des Chemiestandorts als oberste Priorität
Klaus Paur, der mit seinem Unternehmen seit den 1990er Jahren auf dem Chemiestandort Leuna aktiv ist, betont die Bedeutung einer kontinuierlichen Entwicklung. „Es geht darum, Schaden vom Standort abzuwenden“, erklärt er die überraschende Wende im Drama um die Domo. Er erinnert an den Zustand des Standorts in den 1990er Jahren und die seither erreichten Fortschritte, die er nicht gefährden möchte.
Für die rund 500 Mitarbeiter der Domo in Leuna gibt diese Ankündigung neue Hoffnung. Während die Personalsuche für das Unternehmen aktuell eine untergeordnete Rolle spielt, rückt die Suche nach Investoren in den Vordergrund. Paur macht deutlich, dass im Falle einer erfolgreichen Übernahme die Zukunft der Beschäftigten ein zentrales Anliegen sein wird.
Zusammenarbeit mit InfraLeuna und langfristige Perspektiven
Das gemeinsame Angebot von Leuna-Harze und InfraLeuna zielt darauf ab, die Insolvenz der Domo abzuwenden und die Produktion am Standort Leuna aufrechtzuerhalten. Paur unterstreicht, dass eine Übernahme nicht nur kurzfristige Lösungen, sondern auch langfristige Stabilität für den Chemiestandort bringen soll. Die Zusammenarbeit mit InfraLeuna soll dabei Synergien nutzen und die Infrastruktur vor Ort stärken.
Experten sehen in diesem Schritt eine Chance, die regionale Wirtschaft zu stabilisieren und den Chemiestandort Leuna als wichtigen Industriestandort in Deutschland zu erhalten. Die Details des Angebots werden derzeit ausgearbeitet, wobei die Interessen der Mitarbeiter und die Standortsicherung im Mittelpunkt stehen.



