Eisbrecher "Neuwerk" vor Rügen im Einsatz: LNG-Terminal durch Eis behindert
Die Anfahrt von Gastankern zum LNG-Terminal auf Rügen wird derzeit durch Eis behindert. Der Eisbrecher "Neuwerk" ist deshalb vor Sassnitz im Einsatz, um die Fahrrinne zum Hafen Mukran schiffbar zu machen. Ein auf Reede liegender Tanker wartet bereits seit Tagen auf die Einfahrt.
Einsatz des Eisbrechers "Neuwerk"
Im Fahrgebiet vor dem LNG-Terminal auf Rügen ist seit dem Vormittag der Eisbrecher "Neuwerk" aktiv. Das eigentlich in der Nordsee eingesetzte Schiff wird voraussichtlich etwa eine Woche vor Ort bleiben, wie eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Ostsee (WSA) mitteilte. Im Gegenzug hilft der Ostsee-Eisbrecher "Arkona" in der Nordsee aus.
Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" war zusammen mit dem Schlepper "VB Bremen Fighter" im Einsatz. Am LNG-Terminal liegt weiterhin der Tanker "Maran Gas Nice". Der Gastanker "Minerva Amorgos" sollte regulär eigentlich schon am Terminal festgemacht haben, liegt aber wegen der Eisverhältnisse vor Sassnitz auf Reede.
Anforderungen für die Ein- und Ausfahrt
Für die Ein- und Ausfahrt muss die Fahrrinne nach Angaben des Terminalbetreibers Deutsche Regas gefahrlos passierbar sein. Die aktuellen Eisverhältnisse stellen eine Herausforderung dar, die den Betrieb des Terminals beeinträchtigt.
Leistung des LNG-Terminals
Das Energie-Terminal "Deutsche Ostsee" hat in den vergangenen drei Monaten mit 12,9 Terrawattstunden (TWh) die größte Gasmenge aller schwimmenden LNG-Terminals in Europa regasifiziert. Mit 4,4 TWh sei über das Terminal auf Rügen im Januar zudem erneut die größte Gasmenge aller deutschen LNG-Terminals in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist worden.
Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig der reibungslose Betrieb des Terminals für die Energieversorgung ist. Trotz der Eisbehinderungen bleibt das Terminal ein zentraler Knotenpunkt für die Gasversorgung in Deutschland und Europa.



