Der frühere Geschäftsführer des TSV 1860 München, Markus Rejek, könnte offenbar zu den Löwen zurückkehren. Nach Informationen der AZ hat der 57-Jährige Interesse an einer Rückkehr auf den Posten des kaufmännischen Geschäftsführers, der seit September 2024 vakant ist. Erste Gespräche zwischen Rejek und dem Verein sollen bereits stattgefunden haben.
Präsident Mang schweigt zu Personalie
Auf Nachfrage der AZ zu möglichen Verhandlungen mit Rejek zeigte sich 1860-Präsident Gernot Mang bedeckt: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Namen nicht kommentieren und keine Stellungnahme dazu abgeben.“ Ein Dementi war dies jedoch nicht. Auch Rejek selbst äußerte sich zurückhaltend: „Ich möchte zum Thema Sechzig aktuell nichts sagen.“ Weder bestätigte noch dementierte er die Gespräche.
Finanzielle Notlage des Drittligisten
Der TSV 1860 München befindet sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Die Position des kaufmännischen Geschäftsführers ist seit der fristlosen Kündigung von Oliver Mueller im September 2024 unbesetzt. Zuvor hatte Christian Werner die Geschäfte interimistisch geführt, wurde aber Ende September 2025 ebenfalls entlassen. Hinzu kommen teure juristische Auseinandersetzungen mit Mueller und Gehaltsfortzahlungen an Werner, die den Verein zusätzlich belasten.
Rejek war bereits von Februar 2014 bis Januar 2017 kaufmännischer Geschäftsführer bei 1860. Zuvor arbeitete er als Marketing-Leiter bei Borussia Dortmund, später war er Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld und dem 1. FC Köln. Seit Februar 2025 ist er vereinslos.
Historische Konflikte mit Investor Ismaik
Eine Rückkehr Rejeks wäre auch vor dem Hintergrund der ungeklärten Investorenlage brisant. Während seiner ersten Amtszeit wurde ihm von Investor Hasan Ismaik der Statthalter Noor Basha als zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt. Rejek musste damals gehen, was weniger auf eigene Fehler als auf die Auseinandersetzungen zwischen 1860 und Ismaik zurückzuführen war. Zudem belastete die Allianz Arena den Verein mit hohen Miet- und Cateringkosten. Rejek hatte sich damals für ein eigenes Stadion ausgesprochen – eine Vision, die heute in der Sanierung des Grünwalder Stadions wieder auflebt.
Ob Rejek bereits neue Geldgeber für den Verein an Land ziehen konnte, ist nicht bekannt.



