Ölpreis explodiert: Brent-Rohöl über 100 US-Dollar - Iran-Krieg lässt Märkte zittern
Ölpreis über 100 US-Dollar: Iran-Krieg treibt Märkte

Ölpreis schießt über 100-Dollar-Marke: Iran-Krieg lässt Energiemärkte erzittern

Der Ölpreis ist infolge des anhaltenden Iran-Kriegs erstmals seit mehreren Jahren wieder auf über 100 US-Dollar pro Barrel angestiegen. Diese dramatische Entwicklung verdeutlicht die massiven Auswirkungen des Konflikts auf die globalen Energiemärkte und lässt Verbraucher weltweit mit steigenden Spritpreisen rechnen.

Brent-Rohöl erreicht fast 110 US-Dollar

Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent stieg zeitweise um knapp 19 Prozent auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Unmittelbar zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gesprungen - ein Preisniveau, das es zuletzt im Jahr 2022 gegeben hatte.

Bereits am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai erstmals seit April 2024 mit über 90 US-Dollar gehandelt worden. Vor Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche lag der Preis noch bei etwa 70 Dollar pro Barrel. Die Spritpreise an den Tankstellen sind seither bereits deutlich angestiegen und könnten weiter klettern.

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Straße von Hormus praktisch blockiert

Die anhaltende Angst vor einer längeren Sperrung der strategisch wichtigen Straße von Hormus bleibt das bestimmende Thema auf dem internationalen Ölmarkt. Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran passieren kaum noch Schiffe die lebenswichtige Meerenge am Persischen Golf.

Durch diese Wasserstraße wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Die Straße von Hormus ist auch extrem wichtig für den Transport von Flüssiggas, insbesondere aus Katar und anderen Golfstaaten. Die aktuelle Blockade hat bereits zu erheblichen Lieferengpässen geführt.

Warnung vor Produktionsstopp und Preisexplosion

Ende vergangener Woche hatte Katars Energieminister Saad al-Kaabi in einem Interview mit der Financial Times vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt.

Der Minister äußerte die Befürchtung, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen komplett einstellen könnten. In diesem Szenario wäre nach Einschätzung von al-Kaabi ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar pro Barrel durchaus möglich.

Aufgrund der de facto Blockade der Meerenge von Hormus gehen den Produzenten in der Region teilweise bereits die Lagerkapazitäten aus. Die angespannte Situation könnte sich weiter verschärfen, sollte der Konflikt nicht bald beigelegt werden können.

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