Netzagentur jagt Uralt-Stromzähler: Smart-Meter-Ausbau stockt
Smart-Meter-Ausbau stockt: Netzagentur jagt Uralt-Zähler

Berlin – Jetzt geht es den alten Stromzählern an den Kragen! Während in Millionen Haushalten noch analoge Geräte laufen, macht die Bundesnetzagentur Ernst und treibt den Austausch mit Nachdruck voran. Der Grund: Der Einbau moderner „Smart Meter“ kommt zu langsam voran. Jetzt greift die Behörde durch – mit Verfahren und angedrohten Zwangsgeldern gegen säumige Betreiber.

Netzagentur-Präsident erhöht Druck

Klaus Müller (55), Präsident der Bundesnetzagentur, erklärt: „Wir erhöhen den Druck auf die Netzbetreiber mit Zwangsgeld-Androhungen und -Verfahren. Davon profitieren Verbraucher. Wer über ein ‚Smart Meter‘ verfügt, kann Strom günstiger beziehen und hilft, die deutsche Stromversorgung stabil zu halten.“ Tatsächlich laufen bereits Verfahren gegen Dutzende Betreiber, die beim Einbau hinterherhinken.

Strom billiger – aber nur mit digitalem Zähler

Warum die neuen Geräte so wichtig sind, zeigt ein aktuelles Beispiel: Am sonnigen 1. Mai war so viel Strom im Netz, dass Händler fürs Abnehmen sogar Geld bekamen! Mit den intelligenten Zählern könnten künftig auch Privathaushalte davon profitieren – etwa indem sie ihr E-Auto genau dann laden, wenn Strom im Überfluss vorhanden und besonders billig ist –, ermöglicht durch flexible („dynamische“) Tarife, die sich quasi in Echtzeit an die Börsenstrompreise anpassen.

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Deutschland im EU-Vergleich Nachzügler

Im EU-Vergleich wirkt Deutschland wie ein Nachzügler. Länder wie Italien oder Ungarn haben die Umrüstung früh gestartet – dort sind bereits 90 bis 100 Prozent der Haushalte mit „Smart Metern“ ausgestattet. Der Vorteil: Stromnetze lassen sich besser steuern, erneuerbare Energien effizienter nutzen – und Verbraucher können sparen.

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