Trump droht Iran vulgär: Ölpreise steigen nach Eskalation im Nahen Osten
Trump droht Iran: Ölpreise steigen nach Eskalation

Ölpreise steigen nach Trumps vulgären Drohungen gegen Iran

Die Spannungen im Nahen Osten haben sich am Osterwochenende weiter verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump mit ausfallenden Worten gegen Iran gedroht hat. Die Rohstoffmärkte reagierten umgehend mit deutlichen Preissteigerungen, während aus Teheran Vergeltung angedroht wurde.

Vulgäre Drohungen und verschobene Ultimaten

Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte Trump am Ostersonntag einen besonders aggressiven Post: "Öffnet die verfickte Straße von Hormus, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben", schrieb der US-Präsident. In einem Interview mit dem Wall Street Journal konkretisierte er seine Drohungen: "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen".

Gleichzeitig verschob die US-Regierung ihr Ultimatum an Iran zur Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge zum dritten Mal – nun bis Dienstagabend, 20 Uhr US-Ostküstenzeit. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit.

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Ölmärkte reagieren mit deutlichen Aufschlägen

Die Rohstoffmärkte zeigten sich alarmiert von der weiteren Eskalation. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel, was einem Anstieg von fast 40 Dollar seit Kriegsbeginn entspricht. Auch die US-Referenzsorte WTI legte deutlich zu und erreichte 113,62 Dollar pro Barrel.

Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ äußerten sich tief besorgt über die Situation. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen kostspielig und zeitaufwendig sei, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige. Besonders betroffen sind Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Iran droht mit verheerender Vergeltung

Aus Teheran kam postwendend eine klare Antwort. Das oberste Kommando der iranischen Streitkräfte warnte im Falle von Angriffen auf zivile Ziele mit umfassenden Vergeltungsmaßnahmen. Ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos Chatam al-Anbija erklärte: "Sollten Angriffe auf zivile Ziele wiederholt werden, werden die nächsten Phasen unserer Offensiv- und Vergeltungsoperationen weitaus verheerender und umfassender ausfallen."

Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar liegt der Seeverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend still. Über diese Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt, was die globale Bedeutung des Konflikts unterstreicht.

Innenpolitische Kritik an Trump

Auch innerhalb der USA mehrt sich die Kritik an Trumps Vorgehen. Mehrere hochrangige demokratische Politiker äußerten scharfe Bedenken. Senator Chris Murphy erklärte: "Wenn ich in Trumps Kabinett wäre, würde ich Ostern damit verbringen, mit Anwälten den 25. Verfassungszusatz zu erörtern. Das ist komplett außer Kontrolle."

Der Minderheitenführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, bezeichnete Trump als "freidrehenden Wahnsinnigen", der online mit potenziellen Kriegsverbrechen drohe. Selbst die einstige Verbündete Marjorie Taylor Greene kritisierte den Präsidenten scharf und appellierte an sein Umfeld, den "Wahnsinn" zu stoppen.

Opec+ erhöht Produktion leicht

Angesichts der angespannten Lage haben die Opec+-Staaten beschlossen, die Tagesproduktion im Mai um 206.000 Barrel zu steigern. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Versorgungssicherheit auf den globalen Ölmärkten zu stabilisieren, kann jedoch die grundsätzlichen Probleme der Blockade der Straße von Hormus nicht lösen.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die weitere Entwicklung mit großer Sorge, da eine weitere Eskalation des Konflikts nicht nur regionale, sondern globale wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte. Die kommenden Tage werden zeigen, ob diplomatische Lösungen möglich sind oder ob die Drohungen in weitere militärische Auseinandersetzungen münden.

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