Windpark Forstenrieder Park: Baustart Ende Februar für sechs Windenergieanlagen bei München
Windpark Forstenrieder Park: Baustart Ende Februar

Windpark Forstenrieder Park: Baustart für sechs Windenergieanlagen bei München

Grüne Energie direkt vor der Haustür – dieses Ziel verfolgt das ambitionierte Bürgerwindprojekt Windkraft Forstenrieder Park südlich von München. Am 23. Februar 2026 soll mit dem symbolischen Spatenstich die Bauphase für insgesamt sechs moderne Windenergieanlagen beginnen, die einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung der Metropolregion leisten sollen.

Details zum Bauprojekt und Finanzierung

Das Energieunternehmen der Gemeinde Pullach (IEP) übernimmt die Gesamtleitung des Vorhabens und ist für den Bau von zwei der Windräder verantwortlich. Die übrigen vier Anlagen werden von einem breiten Bündnis getragen, zu dem die vier beteiligten Kommunen Baierbrunn, Neuried, Pullach und Schäftlarn gehören. Unterstützt werden sie von den beiden Bürgerenergiegenossenschaften Beng und Fünfseenland sowie Tausenden engagierten Bürgern aus der Region.

Über die Energiegenossenschaften konnten sich interessierte Menschen an der Finanzierung beteiligen. Bemerkenswert ist, dass das dafür vorgesehene Kapital in Höhe von 2,4 Millionen Euro in nur zwei Tagen aufgebracht wurde, was die große lokale Unterstützung für das Projekt unterstreicht.

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Technische Daten und Zeitplan

Die vier Windräder, für die das Bürgerbündnis verantwortlich ist, kosten insgesamt rund 35 Millionen Euro. Jede Anlage erreicht eine beeindruckende Höhe von etwa 246 Metern und soll gemeinsam eine jährliche Gesamtleistung von 33 Megawatt erzeugen. Nach Angaben der Verantwortlichen könnten damit rechnerisch 20.000 Zwei-Personen-Haushalte mit sauberem Strom versorgt und jährlich etwa 27.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Drei der sechs Windenergieanlagen werden westlich der Autobahn A95 errichtet, die anderen drei östlich davon – mitten im Forstenrieder Park, der von den vier beteiligten Gemeinden umgeben ist. In der ersten Bauphase stehen zunächst die Fundamente und Türme im Fokus, während die Lieferung der eigentlichen Anlagen für Mitte des Jahres geplant ist. Bereits Ende 2026 möchten die Projektverantwortlichen den Windpark in Betrieb nehmen und damit einen schnellen Beitrag zur Energiewende leisten.

Rechtliche Hürde: Klage des VLAB noch nicht entschieden

Eine mögliche Verzögerung könnte jedoch die noch ausstehende Entscheidung über die Klage des Vereins für Landschaftspflege, Artenschutz und Biodiversität (VLAB) darstellen. Der Verein kritisiert, dass das Projekt nicht ausreichend den Anforderungen des Wasser- und Artenschutzes gerecht werde. Auf Nachfrage teilte der VLAB mit, dass man weiterhin auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs warte. Diese rechtliche Unsicherheit bleibt damit ein spannender Aspekt im weiteren Projektverlauf.

Insgesamt zeigt das Windpark-Projekt im Forstenrieder Park, wie lokale Initiativen und kommunale Zusammenarbeit die Energiewende vorantreiben können, auch wenn rechtliche Fragen noch geklärt werden müssen.

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