Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern fordert dringend Entlastungen bei hohen Spritkosten
Die Wirtschaft im Nordosten Deutschlands schlägt Alarm. Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise, die durch den Iran-Krieg verursacht wurden, fordern die Industrie- und Handelskammern in Rostock und Schwerin umgehende staatliche Entlastungen. Immer mehr Unternehmen, insbesondere Transportunternehmen, müssen deutlich höhere Kosten stemmen, was ihre Wettbewerbsfähigkeit ernsthaft gefährdet.
Konkrete Vorschläge der Wirtschaftsvertreter
In einer gemeinsamen Mitteilung haben die Kammern konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Sie fordern die Aussetzung des CO2-Preises, der zu Jahresbeginn von 55 auf 65 Euro je Tonne erhöht wurde. Zudem schlagen sie eine befristete Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel vor. Der Staat profitiere aktuell von den hohen Kraftstoffpreisen, da auch die Einnahmen aus Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe steigen. Günstige Energiekosten seien jedoch eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit aller Unternehmen.
Forderung nach kartellrechtlichen Maßnahmen
Die Kammern betonen, dass auch kartellrechtliche Maßnahmen notwendig sind. Sie verweisen darauf, dass in Polen die Kraftstoffpreise deutlich niedriger sind. Dies zeige, dass Handlungsmöglichkeiten bestehen, um die Belastungen für die Wirtschaft zu reduzieren. Der Staat müsse jetzt aktiv werden, um die wirtschaftliche Stabilität in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern.
Die Situation ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen kritisch, die bereits unter den gestiegenen Betriebskosten leiden. Ohne Entlastungen drohen weitere wirtschaftliche Einbußen und mögliche Arbeitsplatzverluste in der Region.



