Ökonom warnt vor Rekord-Subventionen: Über 320 Milliarden Euro für fragwürdige Programme
Rekord-Subventionen: Ökonom fordert Kürzungen mit der Gießkanne

Staatliche Subventionen erreichen 2026 voraussichtlich Rekordniveau

Der deutsche Staat wird in diesem Jahr voraussichtlich so viele Subventionen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik auszahlen. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die der renommierte Ökonom Lars Feld vom Freiburger Walter Eucken Institut in Berlin vorgestellt hat. Die Gesamtsumme beläuft sich demnach auf mehr als 320 Milliarden Euro, wobei ein Großteil dieser Programme aus ökonomischer Sicht als fragwürdig eingestuft wird.

Verteilung zwischen Bund und positiver Effekt bleibt aus

Laut der Untersuchung, die von der Stiftung Familienunternehmen gefördert wurde, entfallen auf den Bund allein 235 Milliarden Euro. Diese setzen sich aus 150 Milliarden Euro an direkten Finanzhilfen und 85 Milliarden Euro an Steuervergünstigungen zusammen. In den vergangenen Jahren ist die Gesamthöhe der staatlichen Hilfen kontinuierlich und deutlich angestiegen. Ein positiver Effekt auf das allgemeine Wirtschaftswachstum lässt sich jedoch nicht nachweisen, betonte Feld bei der Präsentation der Ergebnisse.

Konzentration auf Umwelt, Verkehr und Industriepolitik

Die Finanzhilfen konzentrieren sich hauptsächlich auf drei zentrale Bereiche:

  • Umweltschutz und Klimapolitik
  • Verkehrsinfrastruktur und Mobilitätswende
  • Industriepolitik und Wirtschaftsförderung
Feld wies darauf hin, dass die Bundesregierung hier einen ersten Ansatzpunkt für mögliche Einsparungen im Haushalt finden könnte. „Wenn man kürzen wolle, dann hier – und zwar überall“, so der Ökonom wörtlich.

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Vorschlag: Kürzungen mit der Gießkanne

Um politischen Widerstand und einen Aufschrei in einzelnen Branchen zu vermeiden, schlägt Feld eine besondere Methode vor: Einsparungen „mit der Gießkanne“. Das bedeutet, dass alle Finanzhilfen um den gleichen Prozentsatz gekürzt werden sollten. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass keine spezifische Industrie oder kein Sektor überproportional belastet wird, während gleichzeitig die Gesamtausgaben signifikant reduziert werden können.

Die Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer kritischen Überprüfung der Subventionspolitik. Angesichts der rekordhohen Summen und der fehlenden Nachweise für wirtschaftliche Wachstumseffekte wird die Debatte über die Sinnhaftigkeit und Effizienz staatlicher Förderprogramme in den kommenden Monaten sicherlich an Intensität gewinnen.

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