Rewe testet zukunftsträchtige Einkaufsmodelle: Pick & Go ohne Kasse und Drive & Go mit Auto-Abholung
Rewe testet Einkaufen ohne Kasse und Auto-Abholung

Rewe erprobt revolutionäre Einkaufsmodelle in zwei deutschen Städten

Der Lebensmittelhändler Rewe testet derzeit in Hannover und Euskirchen zwei innovative Einkaufsmodelle, die den Supermarktbesuch grundlegend verändern könnten. Während in Hannover ein Markt komplett auf klassisches Scannen verzichtet, bietet Rewe in Euskirchen eine Abholung direkt am Auto an. Beide Pilotprojekte sind als zeitlich begrenzte Versuche angelegt und zielen darauf ab, Abläufe zu vereinfachen und Kunden erheblich Zeit zu sparen.

Hannover: Der siebte Pick-&-Go-Markt Deutschlands

In Hannover hat Rewe einen weiteren sogenannten Pick-&-Go-Markt eröffnet, der bereits der siebte Standort dieses Typs in Deutschland ist. Auf einer Verkaufsfläche von etwa 650 Quadratmetern bietet der Markt ein vollständiges Sortiment an, darunter auch frische Produkte wie Backwaren, Salate und Sushi. Kunden legen ihre Waren wie gewohnt in den Einkaufskorb, müssen diese jedoch nicht einzeln scannen.

Stattdessen wird der gesamte Einkauf an einem Terminal automatisch erfasst und angezeigt. Dort können Kunden ihre Auswahl überprüfen, bevor sie bar oder mit Karte bezahlen. Die Technologie basiert auf einem ausgeklügelten System aus Kameras und Sensoren, das Bewegungen im Markt erfasst und erkennt, welche Produkte entnommen oder zurückgelegt werden. Ein digitales Abbild des Geschäfts wertet diese Daten aus und ordnet sie dem jeweiligen Einkauf zu.

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Rewe betont, dass die erhobenen Daten ausschließlich für den Bezahlvorgang genutzt werden. Der Markt wird von rund 25 Mitarbeitern betreut und ist montags bis samstags geöffnet. Das primäre Ziel ist es, Wartezeiten an der Kasse deutlich zu reduzieren und den Einkaufsprozess zu beschleunigen.

Euskirchen: Drive & Go mit Abholung direkt am Auto

Parallel dazu testet Rewe in Euskirchen das Modell Drive & Go. Bei diesem Konzept bestellen Kunden ihre Einkäufe vorab online oder über eine App und wählen einen passenden Abholzeitpunkt. Vor Ort fahren sie mit ihrem Auto zu einer speziell markierten Spur und melden sich digital an.

Mitarbeiter laden die Bestellung dann direkt ins Fahrzeug, was laut Rewe nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Voraussetzungen für die Nutzung sind ein Kundenkonto und ein Smartphone. Aktuell ist die Bezahlung per EC-Karte möglich, weitere Zahlungsarten sind in Planung.

Der Preis entspricht dem regulären Einkauf im Markt, allerdings fällt für Bestellungen bis 70 Euro eine Gebühr von zwei Euro an. Beim ersten Einkauf wird zusätzlich ein Pfand für Mehrwegbehälter erhoben. Der Testlauf in Euskirchen ist auf eine Dauer von zwölf Monaten ausgelegt.

Zukunftsweisende Ansätze für den Einzelhandel

Beide Testmodelle zeigen, wie Rewe den Einzelhandel durch technologische Innovationen und kundenorientierte Lösungen weiterentwickeln möchte. Während Pick & Go den Einkauf im Markt revolutioniert, bietet Drive & Go eine bequeme Alternative für zeitlich eingeschränkte Kunden. Diese Pilotprojekte könnten langfristig neue Standards im Lebensmittelhandel setzen und die Art und Weise, wie wir einkaufen, nachhaltig verändern.

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