Zwei schwere Arbeitsunfälle bei Aurubis in Hamburg
Beim Hamburger Kupferproduzenten Aurubis haben sich innerhalb weniger Tage zwei schwere Arbeitsunfälle ereignet, die einen Toten und einen lebensgefährlich Verletzten forderten. Der Konzern bestätigte die Vorfälle und kündigte umfassende Untersuchungen an, um die Ursachen aufzuklären.
Lebensgefährliche Verletzungen nach Unfall am 28. Februar
Bereits am 28. Februar kam es zu einem schweren Arbeitsunfall, bei dem ein Arbeiter lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Nach Angaben der Polizei befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt auf einem Kran. Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar, doch der Arbeiter erlitt Quetschungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Zum aktuellen Gesundheitszustand des Verletzten machten die Behörden keine weiteren Angaben.
Ein Sprecher von Aurubis bestätigte den Unfall und teilte mit, dass der Vorfall auf einer sogenannten Kranbahn stattfand. Kranbahnen sind spezielle Konstruktionen in Produktionshallen, auf denen Krane unter der Decke Lasten bewegen. Der Konzern betonte, dass der Fall intensiv untersucht werde.
Tödlicher Unfall mit heißer Schlacke
Nur wenige Tage später, am Freitagabend, ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall im Hamburger Werk von Aurubis, der tödlich endete. Ein 42-jähriger Arbeiter kam ums Leben, als heiße Schlacke den Gabelstapler, auf dem er saß, in Brand setzte. Firmenchef Toralf Haag sprach den Angehörigen des Verstorbenen sein Mitgefühl aus und versprach eine gründliche Aufarbeitung des Vorfalls.
Vergangenheit mit Negativ-Schlagzeilen
Diese jüngsten Unfälle reihen sich in eine Serie von Negativ-Schlagzeilen bei Aurubis ein. Im vergangenen Jahr wurden ein Vater und sein Sohn sowie ein Mitarbeiter des Unternehmens zu Freiheitsstrafen verurteilt, weil sie dem Kupferhersteller minderwertigen Schrott als hochwertiges Recyclinggut untergeschoben hatten.
Bereits im Mai 2023 kam es zu einem schweren Arbeitsunfall, bei dem drei Mitarbeiter nach dem Austritt von Stickstoff starben. Diese Vorfälle werfen erneut Fragen zur Arbeitssicherheit und zu den betrieblichen Abläufen bei Aurubis auf.
Die aktuellen Unfälle unterstreichen die dringende Notwendigkeit, Sicherheitsmaßnahmen in der Industrie zu überprüfen und zu verbessern. Die Untersuchungen von Aurubis und den Behörden werden zeigen, ob es systemische Probleme gibt, die solche tragischen Vorfälle begünstigen.



