GEA trotzt Konjunkturflaute: Maschinenbauer schraubt Wachstumsziele nach oben
GEA schraubt Wachstumsziele nach oben trotz Flaute

GEA trotzt Konjunkturflaute: Maschinenbauer schraubt Wachstumsziele nach oben

Ob bei der Milchgewinnung oder der Bierherstellung – in der industriellen Lebensmittelproduktion kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit Anlagen des Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauers GEA zum Einsatz. Das Unternehmen befindet sich auf einem soliden Wachstumskurs und hat nun seine Ziele nach oben korrigiert.

Positive Geschäftsentwicklung trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Entgegen der allgemeinen Konjunkturflaute hat GEA im vergangenen Jahr bessere Geschäfte gemacht. Wie das im Dax notierte Unternehmen aus Düsseldorf mitteilte, stieg der Umsatz um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro an. Der Nettogewinn legte sogar um 7,5 Prozent auf rund 400 Millionen Euro zu. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Technologien zurückzuführen. GEA produziert Maschinen und Anlagen, die vergleichsweise wenig Energie und Wasser verbrauchen und zu einem geringen Abfallaufkommen beitragen.

Volle Auftragsbücher und historischer Großauftrag

Die Auftragsbücher des Unternehmens sind deutlich gefüllt. Im vergangenen Jahr erhielt GEA den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte: den Bau einer großen Milchfarm in Algerien. Das Unternehmen ist unter anderem auf die Herstellung von Melkrobotern spezialisiert. „2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für GEA“, erklärte Konzernchef Stefan Klebert. „Wir haben unseren Auftragseingang in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Trend deutlich gesteigert, haben wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht und sind noch profitabler geworden.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Breites Produktportfolio und Standorte in Nordrhein-Westfalen

Die weltweite Belegschaft von GEA lag zum Jahreswechsel bei etwa 19.500 Vollzeitstellen, was einem Zuwachs von rund 400 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Einige Tausend dieser Arbeitsplätze sind in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. In Oelde im Münsterland produziert das Unternehmen Zentrifugen, die beispielsweise in der Bierherstellung eingesetzt werden. In Bönen werden Agrartechnik-Anlagen gefertigt, und in Hürth bei Köln entstehen Gefriertrockner. Die Verwaltungszentrale befindet sich in Düsseldorf.

Optimistische Zukunftsaussichten trotz geopolitischer Spannungen

Mit Blick auf den Iran-Krieg und dessen mögliche Folgen sieht Konzernchef Klebert keine direkten Risiken für GEA. Stattdessen plant der Manager, das Wachstum des Unternehmens weiter auszubauen. Das ambitionierte Ziel von GEA ist es, die Lebensmittel-Zellfertigung voranzutreiben und damit neue Märkte zu erschließen. Die Kombination aus nachhaltiger Technologie, innovativen Produkten wie Melkrobotern und einem starken Standortnetzwerk in Nordrhein-Westfalen bildet eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung des Maschinenbauers.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration