Rohstoffpreise steigen massiv: Iran-Krieg verschärft Lage für Industrie
Rohstoffpreise steigen: Iran-Krieg belastet Industrie

Die ohnehin angeschlagene deutsche Industrie sieht sich mit einer weiteren Belastung konfrontiert: Die Preise für Rohstoffe sind im ersten Quartal 2026 massiv gestiegen. Nach Berechnungen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) haben die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten fast wieder das Rekordhoch von 2021 erreicht. Der Iran-Krieg treibe diese Entwicklung zusätzlich an, warnte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Kaum eine Branche bleibe von den Preissteigerungen unberührt.

Edelmetalle und seltene Erden besonders betroffen

Die größten Zuwächse verzeichneten Edelmetalle mit einem Plus von über 34 Prozent, obwohl Gold und Silber im März wieder etwas nachgaben. Seltene Erden folgten mit einem Anstieg von 29,3 Prozent. Hierfür macht die vbw vor allem die Exportkontrollen Chinas verantwortlich, das den Großteil des Weltmarkts für seltene Erden kontrolliert.

Industriemetalle: Lithium und Wolfram explodieren

Industriemetalle verteuerten sich um 14,3 Prozent. Besonders drastisch fielen die Preise für Lithium (plus über 80 Prozent) und Wolfram (plus mehr als 130 Prozent) aus. Lithium wird unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt, Wolfram laut Brossardt für KI-Chips und Waffen. Die Preissteigerungen treffen damit auch die Schlüsselbranchen der Zukunft.

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Die vbw warnt, dass die hohen Rohstoffpreise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie weiter schwächen. Neben Energie- und Arbeitskosten kämen nun auch die Rohstoffkosten als Belastungsfaktor hinzu. Die Unternehmen müssten ihre Lieferketten diversifizieren und auf alternative Materialien setzen, um die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren.

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