Siemens investiert 200 Millionen Euro in KI-gesteuerte Fabrik in Amberg
Der Siemens-Konzern bekräftigt sein Engagement für den Standort Amberg mit einer bedeutenden Investition: Für rund 200 Millionen Euro soll dort eine neue Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure entstehen. Dieser Schritt dient dazu, den wachsenden Bedarf an elektronischen High-Tech-Produkten zu decken und den digitalen Wandel voranzutreiben. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2030 geplant, wobei zusätzliche Investitionen in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes vorgesehen sind, um eine klimafreundlichere Energieversorgung zu etablieren.
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen
Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, betonte, dass diese Investition ein klares Bekenntnis zum Standort darstellt und einen zusätzlichen Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland bietet. Sie geht über die bereits im Rahmen der "Made for Germany"-Initiative gemachten Zusagen hinaus. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, die den Anforderungen einer digitalisierten Industrie gerecht werden.
Innovative Produktion mit Künstlicher Intelligenz
In der neuen Fabrik plant Siemens den Aufbau einer selbstlernenden, autonomen und flexiblen Produktion, die maßgeblich von Künstlicher Intelligenz gesteuert wird. Die KI wird mit Echtzeitdaten versorgt, um Auftragsplanung, Materialtransport und Anlagensteuerung zu optimieren und effizienter zu gestalten. Dies ermöglicht nicht nur eine nachhaltigere Betriebsführung, sondern auch eine erhöhte Flexibilität, um schnell auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Die Fabrik wird zudem über einen Reinraum für die Elektronikproduktion sowie eine vollautomatisierte Logistik mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik verfügen.
Weiterbildung für Mitarbeiter und Standortvorteile
Die rund 2.400 Mitarbeiter von Siemens Smart Infrastructure werden durch umfassende Weiterbildungsmaßnahmen auf die digitalen Veränderungen vorbereitet, um sie in den Transformationsprozess einzubinden. In den bestehenden Siemens-Werken in Amberg sind bereits etwa 4.500 Menschen beschäftigt, die Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte sowie Industriesteuerungen entwickeln und produzieren. Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) bezeichnete das Projekt als "unschätzbaren Gewinn" für die Stadt, der Amberg als Innovationsstandort festigt und High-Tech-Arbeitsplätze sichert. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht darin ein Bekenntnis zu Bayerns Stärken in KI, Robotik und Automatisierung.



