Das Aus für das „Trains Center“ in Dessau-Roßlau sorgt weiterhin für Diskussionen. Im Wirtschaftsausschuss der Stadt fordern mehrere Stadträte eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse, die zum Scheitern des Projekts geführt haben. Der Verein „Bahntechnologie“ hatte auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ein Forschungszentrum errichten wollen, das sich mit der Umrüstung von Diesellokomotiven auf Wasserstoffantrieb beschäftigen sollte. Seit Anfang des Jahres steht jedoch fest, dass dieses Vorhaben nicht realisiert wird.
Stadtrat Weber stellt Antrag
Stadtrat Jakob Uwe Weber von der Fraktion Aktive Bürgerliche Vernunft brachte das Thema im Wirtschaftsausschuss zur Sprache. Er regte an, die Gründe für das Scheitern des Projekts transparent zu machen. „Es muss geklärt werden, wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte“, betonte Weber. Viele Fragen seien offen geblieben, die nun beantwortet werden müssten, um aus den Fehlern zu lernen.
Hintergründe des Projekts
Das „Trains Center“ war als zukunftsweisendes Projekt angekündigt worden. Ziel war es, auf dem Areal des alten Güterbahnhofs eine Forschungseinrichtung zu schaffen, die sich mit der Umrüstung von Diesellokomotiven auf umweltfreundlichen Wasserstoffantrieb befasst. Dies hätte einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Schienenverkehrs leisten können. Die Stadt Dessau-Roßlau hatte das Vorhaben unterstützt, doch letztlich scheiterte es an der Finanzierung und an organisatorischen Hürden.
Forderung nach Transparenz
Die Stadträte verlangen nun eine detaillierte Darstellung der Geschehnisse. „Wir müssen verstehen, warum das Projekt trotz aller Bemühungen nicht umgesetzt werden konnte“, erklärte Weber. Er forderte die Verwaltung auf, alle relevanten Unterlagen offenzulegen und die Kommunikation zwischen den Beteiligten zu analysieren. Nur so könne man sicherstellen, dass ähnliche Probleme in Zukunft vermieden werden.
Die Diskussion im Wirtschaftsausschuss zeigte, dass das Thema hohe Wellen schlägt. Viele Stadträte äußerten Unmut über die mangelnde Transparenz im Vorfeld des Scheiterns. Sie sehen in der Aufarbeitung eine Chance, das Vertrauen in die städtische Projektentwicklung zu stärken.



