Salzgitter erhält 322 Millionen Euro zusätzlich für grünen Stahl-Umbau
Zusätzliche Fördermittel für grünen Stahl in Salzgitter

Salzgitter erhält 322 Millionen Euro zusätzlich für grünen Stahl-Umbau

Der Stahlkonzern Salzgitter erhält einen erheblichen finanziellen Schub für seine Transformation hin zur klimafreundlichen Stahlproduktion. Wie die Wirtschaftsministerien des Bundes und des Landes Niedersachsen mitteilten, werden die bereits bewilligten Fördermittel für den Umbau um knapp ein Drittel aufgestockt. Insgesamt stehen nun 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung, nachdem ursprünglich 1,0 Milliarden Euro im Jahr 2022 genehmigt worden waren.

Planungssicherheit durch zusätzliche Mittel

Die zusätzlichen 322 Millionen Euro sollen laut offiziellen Angaben den Wegfall anderer, bisher eingeplanter Fördermittel kompensieren. Das Bundeswirtschaftsministerium betonte, dass mit dieser Aufstockung die planmäßige Umsetzung des ambitionierten Projekts weiter abgesichert werde. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land Niedersachsen. Bereits am 6. Februar 2026 hatte die EU-Kommission die beihilferechtliche Genehmigung für diese ergänzenden Mittel erteilt.

Minister loben Signalwirkung für die Industrie

Für den Stahlstandort Salzgitter bedeutet diese Entscheidung wertvolle Planungssicherheit, wie Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hervorhob. „Damit wird unsere Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt gestärkt und wir profitieren weiter von der industriellen Wertschöpfung“, erklärte der Minister. Umwelt- und Energieminister Christian Meyer (Grüne) sprach von einem guten und wichtigen Signal für die gesamte Branche. „Klimaschonender grüner Stahl hat Zukunft mit der Salzgitter AG als Vorreiterin“, so Meyer weiter.

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Salcos-Projekt schreitet voran

Die zusätzlichen Fördermittel sollen insbesondere die erste Stufe des sogenannten Salcos-Projekts absichern, mit dem der Hersteller vollständig auf grünen Stahl umstellen will. Der Umbau in Salzgitter läuft bereits seit Ende 2023, wobei die erste Anlage voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen soll. Statt im traditionellen kohlebefeuerten Hochofen soll der Stahl künftig in einer neuen Anlage produziert werden, die zunächst mit Erdgas und später mit grünem Wasserstoff betrieben werden kann. Dieser technologische Wandel markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer nachhaltigeren Stahlindustrie in Deutschland.

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