Berlin mit Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent - Brandenburg verzeichnet Minus
Berlin wächst um 1,1%, Brandenburg mit Minus von 0,2%

Berlin übertrifft bundesweites Wirtschaftswachstum deutlich

Die Wirtschaft in der Hauptstadt Berlin hat sich im vergangenen Jahr erneut dynamischer entwickelt als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Laut aktuellen Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg verzeichnete Berlin ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent. Damit liegt die Hauptstadt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von lediglich 0,2 Prozent. Die Statistiker betonen, dass sich die Berliner Wirtschaft seit dem Jahr 2013 in jedem einzelnen Jahr besser entwickelt hat als die gesamtdeutsche Wirtschaft.

Brandenburg mit rückläufiger Wirtschaftsleistung

Während Berlin ein deutliches Plus verzeichnete, ging das Bruttoinlandsprodukt im benachbarten Brandenburg um 0,2 Prozent zurück. Diese gegenläufige Entwicklung innerhalb der Hauptstadtregion zeigt die unterschiedliche wirtschaftliche Dynamik. Bundesweit erzielten Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 1,4 Prozent das stärkste Wachstum aller Bundesländer, dicht gefolgt von Berlin. Am Ende der Skala steht das Saarland mit einem deutlichen Minus von 0,9 Prozent.

Dienstleistungssektor treibt Berliner Wachstum an

Verantwortlich für das positive Ergebnis in Berlin waren vor allem die verschiedenen Dienstleistungsbereiche. Besonders die Wirtschaftsbereiche Information und Kommunikation sowie öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit hatten einen maßgeblichen Anteil am gesamten Berliner Wirtschaftswachstum. Auch das Gastgewerbe trug laut Statistikamt zum positiven Ergebnis bei.

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Unternehmensverbände fordern Wachstumsagenda

Die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg (UVB) zeigt sich angesichts der neuen Zahlen jedoch nicht zufrieden. „Ein um 1,1 Prozent höheres BIP reicht nicht aus, um die Investitionskraft der Stadt zu stärken und die Arbeitslosigkeit zu senken“, erklärte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp deutlich. Aus Sicht der Verbände ist die Wirtschaft in der Hauptstadtregion kaum vorangekommen.

Schirp fordert daher eine umfassende Strategie: „Wir brauchen so schnell wie möglich eine Agenda für neues Wachstum und mehr Innovationen, sowohl im Bund als auch in den Ländern.“ Zudem müssten Berlin und Brandenburg ihre Potenziale in den Bereichen Wissenschaft und Hightech wesentlich stärker nutzen, um die Unternehmen nachhaltig zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region zu verbessern.

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