Mythos vom Killerfisch: Diese Haie schwimmen im Mittelmeer
Haie im Mittelmeer: Diese Arten leben dort

Ein ruhiger Badetag im Mittelmeer. Die Sonne glitzert auf dem Wasser, Kinder planschen am Ufer, Taucher gleiten durch die Tiefe. Und dann die Frage, die viele beschäftigt: Schwimmt hier irgendwo ein Hai? Ein seltenes, aber faszinierendes Thema – auch, weil Berichte über Begegnungen meist aus Australien oder Südafrika stammen. Doch wie PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet, leben auch im Mittelmeer Haie.

Haie im Mittelmeer sind Realität

Das Mittelmeer ist gewaltig und voller Leben. An den tiefsten Stellen misst es bis zu 5000 Meter Tiefe und beherbergt rund 500 Fischarten. Über den Suezkanal sind sogar zusätzliche Arten aus dem Roten Meer eingewandert. Und mittendrin leben etwa 50 Haiarten, die durch die Tiefen der beliebten Urlaubsregion ziehen.

Begegnungen nahe der Küste sind selten, sorgen aber immer wieder für Schlagzeilen. Ein Beispiel: Am 18. April 2026 filmten Fischer vor Port-La Nouvelle in Frankreich einen rund zehn Meter langen Hai, weniger als einen Kilometer vor der Küste. Vermutlich ein Riesenhai – der zweitgrößte Fisch der Welt. Solche Sichtungen sind spektakulär, aber kein Grund zur Panik. Haie meiden weitestgehend den Menschen und halten sich meistens in tieferen Gewässern, weg vom Strand, auf.

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Angriffe sind seltene Ausnahmen

Die Zahlen sind eindeutig: Haiangriffe im Mittelmeer sind äußerst selten. Tödliche Vorfälle bilden dabei absolute Ausnahmefälle. Die meisten Arten sind scheu und gehen dem Menschen aus dem Weg. Selbst große Arten tauchen nur selten in Küstennähe auf. Wenn doch, handelt es sich meistens um Tiere auf Nahrungssuche.

Welche Haiarten gibt es im Mittelmeer?

Auch diese bekannten Arten kommen, wenn auch selten, im Mittelmeer vor:

  • Weißer Hai: Der wohl bekannteste Hai kann bis zu sieben Meter lang und über drei Tonnen schwer werden. Seine Population ist jedoch stark zurückgegangen. Verschmutzung, Beifang und weniger Beute setzen ihm zu. Begegnungen sind extrem unwahrscheinlich.
  • Hammerhaie: Vertreter, wie der Große Hammerhai, werden gelegentlich gesichtet. Sie können bis zu sechs Meter lang werden. Trotz ihres bedrohlichen Aussehens sind Angriffe auf Menschen äußerst selten und bislang nicht tödlich.
  • Blauhai: Er ist einer der häufigsten Hochseehaie. Blauhaie werden etwa dreieinhalb Meter lang und zeigen sich gelegentlich auch nahe der Küste. Weltweit sind rund 13 Angriffe bekannt, vier davon tödlich.
  • Makohai: Makohaie zählen zu den schnellsten Haien der Welt. Sie können bis zu vier Meter lang werden. Sichtungen im Mittelmeer sind selten geworden, sorgten aber zuletzt 2022 vor Spanien für Aufsehen.
  • Seidenhai: Dieser wird zwei bis drei Meter groß und schwimmt oft nahe der Oberfläche. Er gilt als wenig scheu, Angriffe sind jedoch nicht tödlich dokumentiert.

Warum die Angst meist unbegründet ist

Das Bild vom gefährlichen Hai hält sich hartnäckig. Doch die Realität ist eine andere. Selbst Arten wie der Weiße Hai sind heute vom Aussterben bedroht und viel seltener als früher.

Die Wahrscheinlichkeit, im Mittelmeer einem Hai zu begegnen, ist dementsprechend verschwindend gering. Und noch geringer ist das Risiko eines Angriffs. Wer ins Wasser geht, kann also beruhigt sein. Die größte Gefahr im Meer ist nicht der Hai selbst, sondern die Angst vor ihm.

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