Steuerberater für Freiberufler: Warum viele Kanzleien sie nicht als Top-Mandanten sehen
Steuerberater für Freiberufler: Keine Top-Mandanten?

Steuerberater für Freiberufler: Warum viele Kanzleien sie nicht als Top-Mandanten sehen

Freiberufler wie Grafiker, Texter oder Journalisten stehen oft vor einer besonderen Herausforderung: Sie möchten sich auf ihre kreative Arbeit konzentrieren und haben mit Zahlen wenig zu tun. Daher suchen viele einen Steuerberater, um die finanziellen Angelegenheiten professionell regeln zu lassen. Doch genau hier beginnt häufig das Problem – obwohl es eigentlich nicht sein müsste.

Die Realität vieler Freiberufler

Aus Sicht der meisten Steuerkanzleien gehören Freiberufler nicht zu den sogenannten A-Mandanten. Das bedeutet, sie werden oft als weniger lukrativ oder priorisiert betrachtet, was die Suche nach einem geeigneten Steuerberater erschweren kann. Viele Selbstständige in kreativen Berufen fühlen sich daher alleingelassen, wenn es um steuerliche Unterstützung geht.

Ein Beispiel aus der Praxis

Klara Schneider, eine freiberufliche Kommunikationsfachfrau, erlebte dies hautnah. Nach einem guten Geschäftsjahr mit soliden schwarzen Zahlen konsultierte sie einen Steuerberater. Dieser riet ihr, sich einen neuen Computer zu kaufen, um Kosten zu produzieren und als Abschreibungsobjekt zu nutzen. Schneider war irritiert: Ihr Rechner war erst drei Jahre alt und funktionierte einwandfrei. Sie fragte sich, warum sie unnötige Ausgaben tätigen sollte, nur um steuerliche Vorteile zu erzielen.

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Warum Freiberufler oft benachteiligt werden

Experten weisen darauf hin, dass Steuerkanzleien häufig Mandanten mit höheren Umsätzen oder komplexeren Geschäftsmodellen bevorzugen. Freiberufler, die oft mit schwankenden Einnahmen und einfacheren Steuerstrukturen konfrontiert sind, fallen da schnell durch das Raster. Doch das muss nicht so sein: Mit der richtigen Herangehensweise können auch Selbstständige in kreativen Berufen passende Steuerberater finden.

Tipps für die Suche nach einem Steuerberater

  • Netzwerken: Nutzen Sie Kontakte in der Branche oder in Selbstständigen-Foren, um Empfehlungen zu erhalten.
  • Klarheit schaffen: Stellen Sie von Anfang an klar, welche Art von Unterstützung Sie benötigen und was Ihre finanziellen Ziele sind.
  • Vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote ein und prüfen Sie, ob der Steuerberater Erfahrung mit Freiberuflern hat.
  • Kommunikation: Achten Sie auf eine offene Gesprächsbasis, um Missverständnisse wie im Fall von Klara Schneider zu vermeiden.

Letztendlich geht es darum, einen Steuerberater zu finden, der die Besonderheiten freiberuflicher Tätigkeit versteht und nicht nur auf Standardlösungen setzt. Mit Geduld und der richtigen Strategie lässt sich diese Hürde überwinden.

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