Achterbahn-Unfall im Wiener Prater: Fünf Verletzte bei Entgleisung der historischen Zwergerlbahn
Bei einem schweren Unfall auf einer Achterbahn im berühmten Wiener Prater sind fünf erwachsene Fahrgäste verletzt worden. Der vorderste Waggon der aus den 1950er Jahren stammenden Bahn entgleiste während der Fahrt, wie ein Sprecher der Rettungskräfte bestätigte. Zwei 63-jährige Frauen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, während drei weitere Personen mit leichteren Blessuren direkt vor Ort im Freizeitpark behandelt werden konnten.
Menschliches Versagen als Unfallursache
Der Betreiber der Achterbahn gab gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA bekannt, dass hinter dem Vorfall kein technischer Defekt stehe, sondern menschliches Versagen. Der Zug sei aufgrund eines Fehlers der mitfahrenden Fahrzeugführerin zu schnell unterwegs gewesen, erklärte das Unternehmen. Da die Notbremseinrichtung nicht betätigt wurde, entgleiste der erste Waggon der Bahn. Es liegen keine Hinweise auf technische Mängel oder Materialversagen vor, die den Unfall verursacht haben könnten.
Die historische Wiener Hochschaubahn
Das Unglück ereignete sich auf der sogenannten Wiener Hochschaubahn, die auch unter dem Namen Zwergerlbahn bekannt ist. Diese Achterbahn stammt aus der Nachkriegszeit und gehört zu den ältesten Fahrgeschäften des Praters. Die Bahn ist nach Angaben des Betreibers die älteste Achterbahn der österreichischen Hauptstadt und erfreut sich besonders bei jüngeren Kindern großer Beliebtheit, da sie ohne Loopings oder extreme Steigungen auskommt. Die Strecke führt durch eine künstlich gestaltete Alpenlandschaft, die mit zahlreichen Zwergenfiguren dekoriert ist.
Der Prater als Tourismusmagnet
Der Wiener Prater mit seinem weltberühmten Riesenrad zählt zu den bedeutendsten Tourismusattraktionen der Stadt an der Donau. Der Freizeitpark lockt jährlich Millionen von Besuchern an und ist ein zentraler Anlaufpunkt für Familien und Touristen. Der Unfall auf der historischen Zwergerlbahn wirft nun Fragen zur Sicherheit älterer Fahrgeschäfte auf, obwohl der Betreiber betont, dass technische Ursachen ausgeschlossen werden können.
Die Rettungskräfte waren umgehend vor Ort und leisteten Erste Hilfe. Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit von den Behörden untersucht, wobei der Fokus auf dem menschlichen Fehler der Fahrzeugführerin liegt. Der Praterbetreiber kündigte an, die Sicherheitsprotokolle zu überprüfen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



