Meine brenzligen Begegnungen mit dem Gesetz auf Reisen
Begegnungen mit dem Gesetz auf Reisen

Es gibt viele Dinge, die man im Urlaub lieber vermeiden möchte: verdorbenes Essen, Magenprobleme oder Diebstahl. Unser Autor hat auf seinen Reisen jedoch eine weitere Lektion gelernt: Man sollte Konflikte mit dem Gesetz nach Möglichkeit umgehen. Denn selbst wenn man sich korrekt verhält, kann man in manchen Ländern in schwierige Situationen geraten, insbesondere in Süd- und Mittelamerika.

Begegnung mit Sicherheitspersonal in Mexiko

Im Jahr 2006 machte unser Autor seine erste prägende Erfahrung in Mexiko. Nachts in Acapulco angekommen, suchte er am Strand einen Schlafplatz, da er sich keine Unterkunft leisten konnte. Zwei private Sicherheitsleute hielten ihn an und durchsuchten ihn. Dabei fanden sie einen Schraubenzieher, den er für sein Skateboard mit sich führte. Für die Sicherheitsleute war dies plötzlich eine Waffe. Einer von ihnen deutete an, ihn der Polizei zu übergeben – es sei denn, er würde zahlen. Unser Autor zahlte und durfte weitergehen. Dies war das erste Mal, dass er sich so ausgeliefert fühlte.

Illegales Angeln in Patagonien

Nicht jede Situation lässt sich jedoch durch Zahlung lösen. Im Jahr 2014 angelte unser Autor in Patagonien verbotenerweise in einem Fluss nach Forellen – eine dumme Idee. Als ein Polizeiwagen auftauchte, blieb er stehen. Der Beamte erklärte ihm sein Vergehen, und unser Autor machte den Fehler, ihm direkt Geld anzubieten. Dies brachte den Beamten gegen ihn auf. Er wurde auf die Wache gebracht und kurz festgehalten. Am Ende wurde er zwar wieder freigelassen, musste jedoch seine Angel abgeben. Es war das einzige Mal, dass er im Ausland bewusst gegen ein Gesetz verstoßen hat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Durchsuchung an der Grenze zu Kolumbien

Noch unangenehmer war eine Situation an der Grenze zu Kolumbien. Bewaffnete Soldaten holten ihn aus einem Bus, brachten ihn auf eine Wache und ließen ihn ohne Erklärung bis auf die Unterhose ausziehen, während sein Gepäck durchsucht wurde. Als nichts Verdächtiges gefunden wurde, fragte ihn der Soldat offen, was er ihm schenken würde, damit er weiterfahren dürfe. Unser Autor gab ihm eine Münze und gab sie als wertvoller aus, als sie tatsächlich war. Danach durfte er zurück in den Bus. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit hat er bis heute nicht vergessen.

Beinahe-Schmuggel in Dallas

Eine besonders prägende Erfahrung war eine, die fast passiert wäre. Auf dem Rückflug aus Belize hatte er einen Zwischenstopp in Dallas. Kurz vor der Landung fiel ihm ein, dass sich in seinem aufgegebenen Gepäck Samen aus Belize befanden, die ihm jemand geschenkt hatte. Ihm war sofort klar, dass dies bei der Einreise in die USA problematisch werden könnte. Die Stunden in Dallas verbrachte er in ständiger Angst, aufgerufen zu werden. Am Ende geschah nichts – aber als er in Berlin ankam, sah er ein Etikett an seinem Rucksack: Sein Gepäck war tatsächlich kontrolliert worden.

Fazit: Ruhe bewahren

Diese Erlebnisse haben ihm vor allem eines beigebracht: Er erkennt heute viel schneller, wenn eine Situation heikel werden könnte, und versucht, sie früh zu vermeiden. Und wenn es doch brenzlig wird, hilft vor allem eins: ruhig bleiben. So unangenehm solche Momente auch sind – sie sollten niemals die ganze Reise überschatten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration