FKK-Kreuzfahrt: Nackt-Schach mit Dana aus Ohio und Einblicke in die Nudisten-Kultur
FKK-Kreuzfahrt: Nackt-Schach und Nudisten-Kultur

Entspannte Partien Nackt-Schach auf hoher See

An Bord einer FKK-Kreuzfahrt durch das karibische Meer erlebt ein Reporter ungewöhnliche Begegnungen und entspannte Momente. Besonders im Gedächtnis bleibt eine Partie Schach mit Dana, einem 69-jährigen Ofenbauer aus Ohio in den USA, bei der nicht nur die Figuren, sondern auch die Spieler selbst nackt sind. „Ich spiele gerne Schach, aber nicht besonders gut“, gesteht der Reporter. „Ein paar Züge reichen meinem Gegner Dana, und schon steht mein König völlig nackt da. Da haben wir etwas gemein, mein König und ich.“

Persönliche Geschichten und Lebensphilosophien

Dana, der seit Langem Nudist ist, reist mit seiner Frau Chris (68) und teilt intime Einblicke in sein Leben. 19 Mal war er bereits auf Jamaika, wo er früher in einem Hedonisten-Klub Urlaub machte – ein Ort, der „viel um Sex ging“, wie er erklärt. „Manche sind nur Naturisten, andere sind Swinger, manche irgendwas dazwischen“, sagt Dana. Nach Partnertausch habe er kein Bedürfnis mehr: „Ich hatte das genug früher.“

Vergangenes Jahr heiratete er Chris, vier Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau Beth, deren Gesicht er auf der Brust tätowiert hat. „Ich denke immer noch jeden Tag an Beth“, erzählt Dana. „Aber genauso liebe ich jetzt meine neue Frau.“ Nachdem die vier Kinder aus dem Haus waren, lebten Beth und er als Nudisten, als sie Mitte 40 waren. Seine zweite Frau Chris ist nun zum ersten Mal auf einer solchen Reise: „Sie traut sich bis jetzt nur, das Oberteil auszuziehen“, sagt Dana. „Mit der Hose will sie bis zum letzten Tag warten.“

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Leidenschaften und politische Ansichten

Neben Schach verbringt Dana viel Zeit im Bord-Casino, wo er als passionierter Zocker eine Goldkette aus Spielkarten und ein tätowiertes Ass auf dem Arm trägt. Er betont, das Spielen im Griff zu haben: „Ich habe ein Konto nur für das Spielen. Es ist immer noch im Plus. Ich verschulde mich nicht und weiß, wann ich aufhören muss.“

Die politische Lage in seiner Heimat USA findet Dana furchtbar, doch er blende sie aus. „Ich lebe mein Leben, mache meine Arbeit gut, rauche abends ein bisschen Gras. An der Politik kann ich so oder so nichts ändern“, erklärt er und strebt danach, im Kopf so frei zu sein wie im Körper.

Entspannung und Spartipps an Bord

Die Partie Nackt-Schach auf Deck 13 mit dem karibischen Meer im Hintergrund ist sehr entspannend und ein willkommener Kontrast zum touristischen Trubel in den Häfen. Stattdessen genießen die Passagiere gutes Essen, kalte Getränke oder Kaffee rund um die Uhr. Das Bord-Café am Heck des Schiffs lädt zum Verweilen ein, wobei Nudisten gebeten werden, stets ein Handtuch auf ihren Stuhl zu legen.

Ein deutsches Pärchen teilt wertvolle Spartipps: Bei frühzeitiger und wiederholter Buchung kann man eine Doppelkabine für rund 3500 Euro ergattern, was elf Tage gutes Essen, Zimmerservice und Entertainment bietet – etwa 320 Euro pro Tag für zwei Personen. „Das zahlt man in den USA oft schon allein für ein Hotelzimmer“, merken die Deutschen an. Bei Last-Minute-Angeboten sei zudem eine Alkohol-Flatrate für 100 Euro pro Kabine möglich.

Weitere Höhepunkte und Abschied

Die Reise führt weiter zu den Bahamas, wo ein Nackt-Volleyball-Turnier und eine Talentshow im „Stardust Theater“ auf den Reporter warten, bei der er nackt Ukulele spielen soll. Bald geht es nach Miami, wo die Nacktreise endet. „Schwer vorstellbar, dass ich in zwei Tagen wieder regelmäßig Kleidung tragen soll ...“, reflektiert der Reporter und blickt auf unvergessliche Erlebnisse zurück.

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