Erste Gästebefragungsergebnisse: So bewerten Touristen die Uckermark
Gästebefragung: So sehen Touristen die Uckermark

Gästebefragung in der Uckermark: Erste Ergebnisse zeigen Stärken und Schwächen

Erstmals führt die Tourismus Marketing Uckermark GmbH (TMU) eine ganzjährige Gästebefragung durch, bei der sowohl Tages- als auch Übernachtungsgäste um ihre Meinung gebeten werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung des touristischen Angebots genutzt werden und langfristige Trends sichtbar machen.

Beliebtheit mit Verbesserungspotenzial

Aus den ersten drei Monaten des Jahres liegen nun die Ergebnisse vor. 93 Gäste haben sich im Zeitraum Januar bis März beteiligt. Merith Sommer von der TMU fasst zusammen: „Die Uckermark ist bei Touristen insgesamt beliebt, aber es gibt auch noch Luft nach oben.“ Die meisten befragten Gäste kamen mit dem eigenen Pkw (60,22 Prozent) und bevorzugten private Unterkünfte. 31,18 Prozent übernachteten bei Familie oder Freunden, 27,96 Prozent nutzten Ferienwohnungen oder -häuser. Hotels (7,53 Prozent) sowie Pensionen und Gasthäuser (5,38 Prozent) wurden deutlich seltener gewählt. Tagesgäste und Camping spielten mit jeweils 12,9 Prozent ebenfalls eine relevante Rolle.

Reisegründe und Aktivitäten

Als Hauptreisegrund wurde der Besuch von Verwandten und Freunden genannt. Besonders gefragt sind naturnahe Aktivitäten wie Radfahren (40,86 Prozent), Naturbeobachtung (35,48 Prozent), Wasseraktivitäten (31,18 Prozent) und Wandern (27,96 Prozent). Die Region punktet mit der Möglichkeit für familienfreundlichen Urlaub und einer kurzen Anreise. In Sachen Nachhaltigkeit bewerteten die Befragten die Region auf einer Skala von eins bis sechs durchschnittlich mit 3,27. Am häufigsten nahmen sie das Angebot regionaler Produkte wahr (52,69 Prozent).

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Zufriedenheit und Kritikpunkte

Die Gäste zeigten sich überwiegend zufrieden mit ihrem Aufenthalt. Der Durchschnittswert lag bei 2,03. Rund 77 Prozent bewerteten ihren Aufenthalt mit (sehr) zufrieden, während nur etwa 7,5 Prozent unzufrieden waren. Dennoch offenbaren die Umfrageergebnisse auch zentrale Kritikpunkte. Dazu gehören:

  • Schwächen im öffentlichen Nahverkehr
  • Begrenztes Gastronomieangebot
  • Defizite in der touristischen Infrastruktur
  • Verbesserungsbedarf bei Rad- und Wanderwegen
  • Eingeschränkter Zugang zur Natur
  • Landschaftsentwicklung und soziales Klima
  • Politische Sorgen

Herkunft und Demografie der Gäste

Die meisten Gäste stammen aus Brandenburg (29,03 Prozent) und Berlin (25,81 Prozent), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (9,68 Prozent). Unter den Befragten waren viele Familien mit Kindern (46,24 Prozent) und Paare (26,88 Prozent). Die größte Altersgruppe lag zwischen 40 und 49 Jahren.

Weiterer Verlauf der Befragung

Merith Sommer äußert sich gespannt auf die weiteren Ergebnisse: „Wir sind gespannt, wie sich die Ergebnisse der Gästebefragung im Verlauf des Jahres entwickeln werden und welche Unterschiede sich möglicherweise im Zeitvergleich zeigen.“ Die Teilnahme erfolgt anonym, freiwillig und auf Grundlage der Datenschutzgrundverordnung. Den Gästen werden zehn kurze Fragen gestellt, die sich unter anderem mit Anreise, Unterkunft, Aufenthaltsgründen und Nachhaltigkeitswahrnehmung befassen. Zusätzlich gibt es eine optionale offene Frage für Anmerkungen, Wünsche oder Ideen.

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