Münchens Tourismusbilanz 2025: Rekordjahr trotz fehlender Großevents
München: Tourismusbilanz 2025 auf Rekordniveau

Münchens Tourismusbilanz 2025: Ein Jahr auf Rekordniveau

Das zurückliegende Tourismusjahr 2025 hat für München erneut einen herausragenden Verlauf genommen. Laut Wirtschaftsreferent Christian Scharpf konnte die bayerische Landeshauptstadt nahezu die gleichen exzellenten Ergebnisse wie im Ausnahmejahr 2024 erzielen, und das ohne unterstützende Fußballgroßereignisse oder einen spektakulären Konzertsommer. Die Tourismusbilanz, die Scharpf am Mittwoch präsentierte, liest sich durchweg positiv und unterstreicht die anhaltende Attraktivität der Destination.

Beeindruckende Gästezahlen und Übernachtungsstatistik

Im vergangenen Jahr lockte München einschließlich der Tagesbesucher durchschnittlich rund 325.000 Gäste täglich an. In den gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registrierte die Stadt 9,3 Millionen Gäste, was einer Steigerung von 0,3 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Diese Besucher generierten insgesamt 19,7 Millionen Übernachtungen, lediglich 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer belief sich auf 2,115 Tage und war damit minimal kürzer als 2024 mit 2,124 Tagen.

„Der Tourismus in unserer Stadt hat sich 2025 auf sehr hohem Niveau stabilisiert“, betonte Christian Scharpf. „Die Übernachtungszahlen in den Sommermonaten waren erwartungsgemäß etwas niedriger als 2024, dennoch wurden auch hier starke Monatsergebnisse erreicht.“ Besonders hervorzuheben ist das letzte Quartal, das mit einem hervorragenden Dezember abschloss. Insgesamt konnten in sechs Monaten – Januar, April, Mai, September, Oktober und Dezember – neue Übernachtungsrekorde aufgestellt werden.

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Internationale Spitzenposition und wirtschaftliche Bedeutung

Der Inlandsmarkt bleibt mit einem Übernachtungsanteil von 55,5 Prozent der wichtigste für München. Die Übernachtungen aus Deutschland lagen bei 10,9 Millionen und übertrafen damit die Werte von 2024 um 0,8 Prozent. Internationale Gäste haben einen Anteil von 44,5 Prozent, womit München unter den deutschen Großstädten den Spitzenwert erreicht. Die Top Ten der Auslandsmärkte zeigen gemischte Entwicklungen:

  • USA: 1.417.165 Übernachtungen (-5,0 Prozent)
  • Italien: 658.590 Übernachtungen (+12,3 Prozent)
  • Großbritannien: 528.805 Übernachtungen (-19,3 Prozent)
  • Österreich: 510.493 Übernachtungen (-5,4 Prozent)
  • Schweiz: 445.662 Übernachtungen (-7,4 Prozent)
  • Arabische Golfstaaten: 361.210 Übernachtungen (+4,1 Prozent)
  • China: 331.240 Übernachtungen (+13,5 Prozent)
  • Spanien: 320.109 Übernachtungen (+1,9 Prozent)
  • Skandinavien: 319.552 Übernachtungen (-13,5 Prozent)
  • Südostasien: 313.327 Übernachtungen (-1,5 Prozent)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus sind enorm. Nahezu alle Wirtschaftsbereiche profitieren, insbesondere das Gastgewerbe mit 4,2 Milliarden Euro, der Einzelhandel mit 2,8 Milliarden Euro und der Dienstleistungssektor mit 1,8 Milliarden Euro. Der direkte Steuereffekt für den kommunalen Haushalt beläuft sich auf jährlich rund 153 Millionen Euro.

Akzeptanz der Bürger und zukünftige Strategien

Trotz der eindrucksvollen Gästezahlen ist die Akzeptanz der Münchner Bürger hoch. Die überwiegende Mehrheit empfindet die internationalen Besucher als Bereicherung. „Dazu trägt die ausgewogene Verteilung der Gäste über das gesamte Jahr hinweg bei, ebenso wie unsere Viertelliebe-Kampagne, die Tourismusströme entzerrt“, erklärte Scharpf.

„Mit den hohen Qualitätsstandards, den vielfältigen Angeboten und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis spielt München in der Champions League der Reisedestinationen ganz vorne mit“, so der Wirtschaftsreferent. Er betonte, dass Tourismus nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, sondern auch zur Lebensqualität der Einheimischen beitrage. Umgekehrt steigere eine hohe Lebensqualität die Wettbewerbsfähigkeit Münchens als Tourismusdestination.

„Dabei ist jedoch klar: Die Stadt muss authentisch bleiben, um ihre positive Außenwirkung zu bewahren und um ihr Profil weiter zu schärfen“, sagte Scharpf abschließend. „Unsere Partner und wir werden uns auch 2026 im engen Schulterschluss für die Destination München und ihr Angebot einsetzen.“

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