Traditionelles Fischessen im Franziskaner: Münchner Prominenz feiert Aschermittwoch
Von wegen, am Aschermittwoch ist alles vorbei! In München wird nach dem traditionellen Waschen des Geldbeutels im Fischbrunnen die alteingesessene High Society im legendären Franziskaner aktiv. Das exklusive Fischessen am Aschermittwoch gilt seit Jahren als unverzichtbarer Promi-Hotspot zum Ausklang der Faschingszeit. Wer dabei ist, gehört dazu – respektive, wer einen der begehrten Tische ergattern kann, die ausschließlich vererbbar und nicht käuflich sind.
VIP-Gäste und festliche Stimmung
Unter den trachtvoll gekleideten Gästen der Wirte- und Festzeltfamilie Eduard "Edi" Reinbold, seiner Ehefrau Petra sowie den Söhnen Mathias und Ludwig wurden in diesem Jahr zahlreiche bekannte Gesichter gesichtet. Die berühmte Fischplatte mit Waller, Seeteufel, Hummer und Co., serviert von Franziskaner-Chef Edi Reinhold und Sohn Mathias, sorgte für Begeisterung bei den illustren Besuchern.
Zu den echten Stammgästen zählen Franz Georg Strauß, Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, mit Ehefrau Birgit sowie Modehaus-Chef Max Dietl mit Frau Inge und Sohn Max. "Ich bin schon seit 30 Jahren dabei, früher war ich mit meinem Vater Franz Josef immer beim politischen Aschermittwoch in Passau", erklärte der Medienunternehmer Strauß gegenüber der AZ.
Prominente Paare und besondere Gäste
Einen besonderen Auftritt hatte Lambert Dinzinger, Ex-Mann der Schauspielerin Christine Neubauer. Der Sportjournalist und ehemalige BR-Moderator erschien nicht alleine, sondern in Begleitung seiner Partnerin Andrea Busch. Das Paar, das sich sonst eher aus der Münchner Society-Welt heraushält, posierte gut gelaunt für die Fotografen und genoss den festlichen Abend.
Weitere prominente Gäste waren Trachten-Angermaier-Chef Axel Munz, Juwelier Manfred Hilscher, Käfer-Witwe Uschi Ackermann sowie der Komponist und Musikproduzent Harold Faltermeyer, bekannt für den Soundtrack zu "Top Gun", der mit Ehefrau Birgitt Wolff anwesend war. Faltermeyer verriet: "Das ist hier wie ein Familientreffen! Wir sind schon sehr lange mit den Dietls befreundet."
Tradition und persönliche Entscheidungen
Modehaus-Chef Max Dietl betonte die Bedeutung der Tradition: "Wir haben die Tradition immer weitergeführt, das ist einfach schön. Eine kleine Zwischenhalbzeitwiesn." Seine Frau Inge, im festlichen Dirndl, ergänzte: "Bei uns sind heuer 21 Personen am Tisch. Mein Mann war ja von klein auf mit seinen Eltern hier, da ging es los mit dem traditionellen Fischessen am Aschermittwoch."
Harold Faltermeyer teilte eine persönliche Neuigkeit mit: Normalerweise starte der Komponist nach diesem Event die Fastenzeit, doch in diesem Jahr setzt er aus. "40 Jahre lang hab ich das immer gemacht, aber heuer setze ich mal aus. Zudem mache ich eine schöpferische Pause und will ernten, was ich gesät habe, man kann ja auch einfach mal Ruhe geben."
Das Fischessen im Franziskaner bleibt somit ein fester Bestandteil des Münchner Gesellschaftslebens, bei dem Tradition, Exklusivität und geselliges Beisammensein im Vordergrund stehen.



