Supertaifun Sinlaku: Hunderte Urlauber im Westpazifik festsitzend
Der herannahende Supertaifun Sinlaku hat bereits vor seiner Ankunft im Westpazifik für erhebliche Störungen gesorgt. Auf den Nördlichen Marianen, einem abgelegenen US-Außengebiet nordöstlich der Philippinen, wurden flächendeckende Stromausfälle gemeldet, und heftige Winde haben Bäume entwurzelt. Clement Bermudes vom örtlichen Katastrophenschutz bestätigte diese ersten Schäden in einer Pressekonferenz.
Touristen gestrandet und Flugverkehr eingestellt
Nach Angaben des lokalen Fremdenverkehrsamtes sind etwa 400 Touristen auf den Inseln Saipan, Tinian und Rota festsitzend. Diese beliebten Urlaubsziele, bekannt für ihre traumhaften Strände und besonders bei asiatischen Reisenden geschätzt, sind derzeit nicht erreichbar. Internationale Airlines wie United Airlines und Philippine Airlines haben den Flugverkehr in die Region komplett eingestellt, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Höchste Alarmstufe und Warnungen der Behörden
Die Behörden haben die höchste Alarmstufe ausgerufen und die Bevölkerung eindringlich aufgefordert, Schutz zu suchen. Gouverneur David Apatang warnte: „Das ist kein Sturm, den wir uns leisten können, auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Die Menschen sollten in ihren Häusern oder Notunterkünften bleiben und Straßen unbedingt meiden. Der Nationale Wetterdienst riet davon ab, nach draußen zu gehen, da umherfliegende Trümmerteile schwere Verletzungen verursachen können.
Meteorologische Daten und Erwartungen
Zuletzt wurden anhaltende Windstärken von etwa 250 Kilometer pro Stunde gemessen. Meteorologen erwarten, dass der Supertaifun als Sturm der höchsten Kategorien 4 oder 5 über das Gebiet ziehen wird. Die Zeitung Washington Post bezeichnete Sinlaku als „Ungetüm“ und als stärksten Sturm weltweit seit dem Hurrikan Melissa, der im Oktober Jamaika traf.
Vorbereitungen auf Guam und weitere Auswirkungen
Neben den Nördlichen Marianen bereitet sich auch das weiter südlich gelegene US-Territorium Guam auf mögliche Auswirkungen des Sturms vor. Die Situation bleibt angespannt, da die Behörden kontinuierlich Updates liefern und die Bevölkerung zur Vorsicht mahnen. Die vollständigen Folgen des Supertaifuns werden sich erst nach seinem Durchzug zeigen.



