Thermen-Ranking enthüllt: Ostsee-Therme mit 2,7 Sternen als Geldvernichtungsmaschine
Thermen-Ranking: Ostsee-Therme mit 2,7 Sternen abgeschlagen (27.03.2026)

Deutschlands Thermen im Vergleich: Norden fällt zurück, Spitzenreiter glänzen

Ein aktuelles Thermen-Ranking des Vergleichsportals Testberichte.de offenbart erhebliche Unterschiede in der Beliebtheit deutscher Badeeinrichtungen. Die Analyse von 1,7 Millionen Online-Bewertungen aus 600 Thermen, Freizeitbädern und Saunalandschaften zeigt: Während einige Häuser mit bis zu 4,6 Sternen glänzen, fallen andere deutlich ab – besonders im Norden Deutschlands.

Schlusslicht Bernsteintherme: 32 Euro für kritisierte Erfahrung

Das schlechteste Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern erzielte die Bernsteintherme Zinnowitz mit lediglich 2,7 Sternen. Besucher monieren fehlendes Personal im Eingangsbereich, zu kaltes Wasser und Luft sowie das nicht vorhandene gastronomische Angebot. Betreiber Tim Dornbusch, dessen Vater das Objekt 1993 von der Treuhand erwarb, bezeichnet seine Therme selbst als „Geldvernichtungsmaschine“.

Die Preispolitik sorgt für zusätzliche Kritik: Tagesgäste zahlen für den Besuch von 10 bis 21 Uhr stolze 32 Euro, Kinder zwischen vier und zwölf Jahren 17 Euro. Stundentarife beginnen bei 8,50 Euro – allerdings ohne Saunanutzung. Dornbusch verteidigt die Preise mit den hohen Betriebskosten und dem Fokus auf Hotelgäste: „Wir haben es auf die Bedürfnisse unserer 180.000 Hotelgäste optimiert, nicht auf die der 5.000 bis 10.000 Tagesgäste von außerhalb.“

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Spitzenreiter in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Im Kontrast dazu setzt sich die Kristall Kur- & Grandiertherme in Bad Wilsnack mit 4,5 Sternen an die Spitze Brandenburgs. Das Ranking platziert sie auf dem beachtlichen 37. Platz bundesweit. Die Therme überzeugt mit einem einzigartigen Salzsee mit 24% Sole, acht Themensaunen und einem Natursolebecken auf fast 12.000 Quadratmetern.

In Mecklenburg-Vorpommern führt das Freizeitbad Greifswald mit 4,4 Sternen (Platz 123 bundesweit). Erwachsene zahlen hier für eine Tageskarte 16 Euro, der Dreistundentarif kostet 12 Euro. Das Bad bietet:

  • Ein 25-Meter-Sportbecken mit Sprungbecken
  • Ein Variobecken mit Hubboden für unterschiedliche Wassertiefen
  • Ein Außenbecken für die warmen Monate
  • Eine Saunalandschaft mit finnischer Trockensauna, Tauchbecken und Dampfbad

Bundesweite Vergleichswerte und Durchschnittsbewertungen

Das umfangreiche Ranking bewertete insgesamt 612 Thermen und Schwimmbäder in Deutschland. Die durchschnittliche Bewertung aller Einrichtungen liegt bei 4,2 Sternen. Ab 4,3 Sternen gelten Thermen als überdurchschnittlich gut. Die bundesweiten Spitzenreiter mit jeweils 4,6 Sternen sind:

  1. Vabali Spa Berlin (Platz 15)
  2. Vabali Spa Hamburg (Platz 17, eigentlich in Schleswig-Holstein gelegen)
  3. Spreewald-Therme in Burg, Brandenburg (Platz 16)

Die Spreewald-Therme übernimmt mit dieser Bewertung gleichzeitig den Titel des bestbewerteten großen Schwimmbads in ganz Deutschland. Sie verdrängt die Obermain-Therme im bayerischen Staffelstein, die im Vergleich zum Vorjahr 0,1 Sterne einbüßte und auf Platz 36 abrutschte.

Regionale Unterschiede und Besonderheiten

Die regionalen Unterschiede sind markant: Während in Bremen das bestbewertete Bad lediglich den Durchschnittswert von 4,2 Sternen erreicht und auf Platz 349 landet, führt in Sachsen-Anhalt das Solequell Bad Salzelmen mit 4,4 Sternen die Liste an (Platz 101 bundesweit).

Die NaturTherme Templin belegt mit 4,2 Sternen den 283. Platz, während die Prignitzer Badewelt in Wittenberge mit 4,1 Sternen auf Platz 445 kommt. Die Analyse zeigt deutlich: Die Beliebtheit von Thermen und Bädern hängt nicht nur von der Ausstattung, sondern auch von Preisgestaltung, Servicequalität und Gesamterlebnis ab.

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