Tourismus in Mecklenburgischer Schweiz: Teterow und Neukalen verzeichnen dramatische Übernachtungseinbrüche
Die neu geschaffene Tourismusregion „Mecklenburgische Schweiz“ taucht erstmals in der offiziellen Urlaubsbilanz des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern auf. Die Zahlen für die Region zwischen Teterow, Basedow, Neukalen, Ivenack und Stavenhagen zeigen jedoch ein gemischtes Bild mit deutlichen Schwächen in einzelnen Orten.
Erste statistische Erfassung mit Lücken
Zwischen Januar und November 2025 wurden in der gesamten Mecklenburgischen Schweiz exakt 90.867 Übernachtungen gezählt. Die Gäste blieben dabei durchschnittlich 3,2 Tage in der Region. Allerdings ist diese erste statistische Erfassung nur bedingt aussagekräftig, da für das Jahr 2024 keine Vergleichswerte vorliegen – die Tourismusregion existierte zu diesem Zeitpunkt offiziell noch nicht.
Landkreise zeigen leichtes Wachstum
Im Kontrast zur neuen Tourismusregion verzeichnen die etablierten Landkreise positive Entwicklungen:
- Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichnete zwischen Januar und November 2025 insgesamt 3,684 Millionen Übernachtungen, was einem leichten Plus von 1,5 Prozent entspricht.
- Der Landkreis Rostock kam auf 5,26 Millionen Übernachtungen und damit auf ein Wachstum von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
- Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in Rostock bei 4,6 Tagen, an der Seenplatte bei 3,6 Tagen.
Dramatische Einbrüche in Teterow und Neukalen
Besonders alarmierend sind die Entwicklungen in zwei Orten der Mecklenburgischen Schweiz, die einen regelrechten Einbruch bei den Urlauberzahlen erleben:
In Teterow ging die Zahl der Übernachtungen um 22,6 Prozent auf nur noch 13.261 zurück. Die Zahl der ankommenden Gäste sank sogar um 19,5 Prozent auf 5.051. Als Hauptgrund für diesen dramatischen Rückgang gilt die Absage des traditionellen Bergringrennens im vergangenen Jahr, das regelmäßig zahlreiche Besucher in die Stadt lockte.
Auch Neukalen als staatlich anerkannter Erholungsort verzeichnete deutliche Verluste. Die Übernachtungszahlen gingen um 8,9 Prozent auf 9.127 zurück, während die Zahl der ankommenden Gäste sogar um 21,3 Prozent auf 2.789 sank.
Statistische Lücken in der Region
Für die anderen Erholungs- und Tourismusorte in der Mecklenburgischen Schweiz – darunter Stavenhagen, Basedow und Ivenack – lagen dem Statistischen Amt keine separaten Zahlen vor. Dies erschwert eine umfassende Bewertung der touristischen Entwicklung in der gesamten Region.
Die erste statistische Erfassung der Mecklenburgischen Schweiz zeigt somit ein differenziertes Bild: Während die etablierten Landkreise leicht wachsen, kämpfen einzelne Orte der neuen Tourismusregion mit erheblichen Rückgängen, deren Ursachen nun analysiert werden müssen.



