Hotelprojekt in Ueckermünde: Stadtvertreter gespalten über Resort-Pläne am Strand
Ueckermünde: Stadtvertreter gespalten über Hotel-Resort-Pläne

Neuer Anlauf für Hotel-Resort in Ueckermünde: Stadtvertreter zeigen sich gespalten

In Ueckermünde gibt es einen neuen Versuch, ein umfangreiches Hotel- und Ferien-Resort am Strand zu realisieren. Das Unternehmen SRU Ueckermünde plant eine Zusammenarbeit mit zwei erfahrenen Investoren aus der Hotel- und Bäderbranche, um ein Projekt mit Hotel, kleiner Therme und Ferienwohnungen in Strandnähe zu verwirklichen. Trotz der Vorstellung der Pläne bleibt jedoch ungewiss, ob das Resort tatsächlich gebaut wird, da die Meinungen der Stadtvertreter stark auseinandergehen.

Bis zu 600 Betten und kontroverse Reaktionen

Das geplante Resort könnte bis zu 500 oder 600 Betten in Hotel und Ferienwohnungen umfassen, was grundsätzlich einen positiven Effekt für den Tourismus in Ueckermünde hätte. Allerdings äußern sich einige Stadtvertreter skeptisch bis ablehnend. Detlef Rabethge, Fraktionschef von Bürger für Vorpommern-Greifswald, betont: „Wir wollen kein Hotel“. Er kritisiert, dass bisher keine belastbaren, entscheidungsreifen Konzepte vorgelegt wurden, und vermisst unter anderem eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Seine Fraktion würde stattdessen lieber auf eine Kurklinik setzen.

Bürgerwunsch nach Schwimmbad und alternative Ideen

Kerstin Wittenberg aus der AfD-Fraktion weist darauf hin, dass viele Bürger sich seit Jahren ein Schwimmbad oder eine Therme wünschen. Sie erinnert daran, dass ähnliche Versprechen und Visualisierungen in der Vergangenheit bereits vorgestellt wurden, ohne zur Umsetzung zu gelangen. Auch ihre Fraktion könnte sich alternative Nutzungsmöglichkeiten im Gesundheits- oder Kurbereich vorstellen und fordert eine ernsthafte Prüfung solcher Optionen.

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Unterstützung von erfahrenen Investoren

Andere Stadtvertreter zeigen sich optimistischer. Meik von Deetzen, fraktionslos, hält die neue Gruppe der Projektpartner für überaus kompetent und motiviert und glaubt an eine erfolgreiche Umsetzung. Kathleen Fleck, Fraktionsvorsitzende von Gemeinsam für Ueckermünde, betont die Erfahrung der beteiligten Unternehmen: Die Michel-Hotel-Gruppe und die InterSPA-Gruppe seien erfahrene Akteure in Hotel- und Freizeitbad-Branche, während SRU-Geschäftsführer Christian Rautenberg langjährige Expertise in grüner Energiegewinnung mitbringe. „Ein Zusammenwirken dieser Unternehmen scheint also durchaus erfolgversprechend“, schreibt sie.

Weitere Stimmen und klare Bedingungen

Stefan Stein von der AfD hatte einen authentischen und sachkundigen Eindruck von den Vortragenden und befürwortet jegliches Bestreben, eine Lösung für die verfahrene Situation zu finden. Antje Krins, Fraktionschefin des Bürgerbunds, will sich zunächst bei einem Vororttermin in Wismar ein genaueres Bild machen, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Rupert Atzberger, Projektentwickler für das Ueckermünder Ferien-Resort, stellt klar, dass die Unternehmen keine Kampfabstimmungen in der Stadtvertretung wollen und sich im Falle dessen zurückziehen würden.

Insgesamt zeigt sich, dass das Hotelprojekt in Ueckermünde weiterhin auf wackligen Beinen steht. Während einige Stadtvertreter die wirtschaftlichen und touristischen Vorteile sehen, fordern andere mehr Substanz in den Plänen oder alternative Konzepte. Die Entscheidung wird letztlich von einer sorgfältigen Prüfung in den zuständigen Gremien abhängen.

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