Strandresort in Ueckermünde vor Comeback: Zwei Hotelgruppen planen Neustart mit Therme
Ueckermünde: Zwei Hotelgruppen planen Strandresort-Comeback

Strandresort in Ueckermünde vor Comeback: Zwei Hotelgruppen planen Neustart mit Therme

Eigentlich schien das Kapitel des geplanten Resorthotels am Ueckermünder Strand bereits abgeschlossen. Die Stadt hatte im vergangenen Jahr den Vertrag mit der bisherigen Investorengruppe SRU Ueckermünder GmbH & Co. KG gekündigt und sogar eine Anzahlung in Höhe von einer Million Euro zurücküberwiesen. Doch nun zeichnet sich eine überraschende Wende ab, die das ambitionierte Tourismusprojekt doch noch verwirklichen könnte.

Neue Partner mit umfangreicher Hotelerfahrung

Der Geschäftsführer der SRU Ueckermünde, Christian Rautenberg, hat zwei neue Partner für das Hotelvorhaben gewinnen können. Dabei handelt es sich um die etablierte Michel-Hotel-Gruppe, die das Haus betreiben würde, und die InterSPA-Gruppe, die durch ihre Thermen unter dem Namen „Wonnemar“ bekannt ist. Beide Unternehmen verfügen über mehr als 30 Standorte in ganz Deutschland und beschäftigen gemeinsam mehr als 1000 Mitarbeiter.

In einer Sondersitzung der Stadtvertreter, die auf Antrag der Fraktion Gemeinsam für Ueckermünde einberufen wurde, präsentierten sich die neuen Investoren. Volker Kurz, Geschäftsführer der InterSPA-Gruppe, stellte die Unternehmensgruppe vor, während Projektentwickler Rupert Atzberger die detaillierten Pläne für das Resort erläuterte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ambitionierte Pläne mit nachhaltigem Konzept

Das geplante Ferienresort soll folgende Komponenten umfassen:

  • Ein Hotel mit bis zu 140 Doppelzimmern
  • Ein angeschlossenes Chalet-Dorf mit Ferienhäusern in Holzbauweise
  • Eine kleine öffentliche Therme mit Innen- und Außenpools
  • Ein 20 Meter hoher Saunaturm
  • Spa- und Massageanwendungen
  • Ein Restaurant, ein Café sowie ein Tagungs- und Veranstaltungszentrum

Die Investoren werben mit einem nachhaltigen Energiekonzept, das Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern verspricht und Betriebskosten senken soll. Besonders hervorzuheben sind die geplanten 70 Arbeitsplätze, die durch das Resort entstehen würden.

Modulare Bauweise für schnelle Realisierung

Die Bauzeit soll lediglich 12 bis 18 Monate betragen, sofern die Witterungsbedingungen dies zulassen. „Die schnelle Bauzeit wird durch den Einsatz modularer Holzbauweise ermöglicht“, erläuterte Projektentwickler Atzberger. Für das Vorhaben ist ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag vorgesehen.

Die Investoren hoffen auf eine Baugenehmigung im vierten Quartal dieses Jahres. Allerdings müssen zunächst die Stadtvertreter grünes Licht geben. Dazu müsste der Beschluss zur Unwirksamkeitserklärung des ursprünglichen Kaufvertrags aufgehoben oder ein neuer Vertrag aufgesetzt werden, der die städtischen Interessen besser berücksichtigt.

Politische Entscheidung steht noch aus

Der stellvertretende Stadtpräsident Stefan Stein (AfD, fraktionslos) teilte mit, dass nach der Sondersitzung sowohl die Stadtvertreter gemeinsam mit der Verwaltung als auch die Investoren die Informationen bewerten würden. Die SRU Ueckermünde habe angekündigt, in Kürze mit einem konkreten Angebot auf die Stadt zuzukommen.

Die Fraktion Gemeinsam für Ueckermünde hatte ihren Antrag für die Sondersitzung damit begründet, dass kein möglicher Ausweg aus der verfahrenen Situation von vornherein verweigert werden sollte. Fraktionschefin Kathleen Fleck verwies auf die möglichen Folgen eines Rechtsstreits um die einseitige Vertragskündigung durch die Stadt, dessen Ausgang finanziell und zeitlich nicht absehbar wäre.

Nun liegt es an den Stadtvertretern, über die Zukunft des Strandresorts zu entscheiden und damit möglicherweise den Weg für einen touristischen Impuls in der Region frei zu machen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration